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Im Test Beim Mildhybrid-Modell Hyundai Tucson wird der Verbrennungsmotor von einem 48-Volt-Startergenerator unterstützt

Mit neuer Technik sauber wie nie

Frankfurt.Das SUV (Sport Utility Vehicle) steht ganz oben in der Gunst der Autokäufer. Das sportliche Vielzweckfahrzeug hat in den vergangenen fünf Jahren Zuwachsraten von etwa 20 Prozent im Jahresvergleich verzeichnet, mehr als alle anderen Segmente. Und dennoch müssen SUVs auch viel Kritik einstecken. Was daran liegt, dass große Autos in der Regel mehr Treibstoff verbrauchen als kleinere Modelle.

Der Vorwurf wird indessen bei genauerer Betrachtung nicht allen Modellen gerecht. Beispiel Hyundai Tucson. Der koreanische Autohersteller setzt bei seinem kompakten SUV die Mildhybridtechnik ein und reduziert bei allen Dieselmodellen den Kraftstoffverbrauch um bis zu zwölf Prozent, die überarbeiteten Benziner kommen auf bis zu fünf Prozent Kraftstoffeinsparung. Alle Triebwerke erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-TEMP-EVAP für weniger Kraftstoffverdunstung.

4,4 Liter Verbrauch

Zum Verbrauch: Der 136-PS-Diesel im Tucson mit Frontantrieb und Sechsgang-Schaltgetriebe benötigt durchschnittlich 4,4 Liter pro 100 Kilometer, beim 132-PS-Benziner sind es 6,9 Liter. Das ist ein Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) von 117, respektive 158 g/km. Der gefahrene blue 1.6 CRDi mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Allrad verbraucht durchschnittlich 4,9 Liter pro 100 Kilometer. Er leistet 136 PS und hat in 12,0 Sekunden die 100-Kilometer-Marke erreicht. Nach einer leichten Anfahrschwäche endet der Vortrieb bei 180 km/h.

Das Modell ist mit einem 48-Volt-Startergenerator ausgestattet, der den Verbrennungsmotor bei jedem Beschleunigungsvorgang unterstützt. Die Energie bezieht er von einem Lithium-Polymer-Akku mit einer Speicherkapazität von 0,44 Kilowattstunden. Dieser wird bei jedem Bremsvorgang, beim Ausrollen oder bei Bergfahrten geladen. Der neue Hyundai Tucson fährt nicht nur mit überarbeiteten Motoren vor, er ist nun auch schicker und sicherer unterwegs. Die modifizierte Front- und Heckpartie lassen den Koreaner dynamischer aussehen. Auffällig ist der neu gestaltete Kaskaden-Kühlergrill.

Betont sportlich gibt sich die Variante Tucson N Line, die ab 34 550 Euro auf der Preisliste steht. Auch innen hat der Koreaner Fortschritte gemacht. Das Armaturenbrett erhielt neue Instrumente. Hochwertige, hinterschäumte Oberflächen fühlen sich gut. Alles passt und ist tadellos verarbeitet. Je nach Ausstattungslinie gibt es im Tucson Android Auto und Apple CarPlay zur Einbindung von Smartphones nebst einer Ablage mit kabelloser Ladefunktion.

Den Passagieren stehen sowohl vorne als auch hinten großzügige Platzverhältnisse zur Verfügung. Für Reisen kann ein Kofferraum mit einem Volumen von 513 Litern bepackt werden, der nach dem Umlegen der Rücksitzlehnen auf 1503 Liter anwächst. Praktisch sind ein höhenverstellbarer Laderaumboden sowie ein Ablagefach für die Gepäckraumabdeckung.

Der Hyundai Tucson wird wahlweise von Dieselaggregaten mit 116, 136 oder 185 PS sowie von Benzinern mit 132 und 177 PS angetrieben. Der Tucson 1.6 CRDi 4WD, Siebengang-DCT Style kostet 38 450 Euro. Die Preisliste startet mit einem 132 starken Benziner bei 22 970 Euro. Sechs verschiedene Ausstattungsvarianten stehen zur Verfügung.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto