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Im Test Der Lexus ES 300h macht mit seiner markanten Silhouette Eindruck / Hybrid-Modell feiert in Europa Debüt

Mit Stil auf leisen Sohlen

Archivartikel

Mannheim.Der stilvolle Lexus ES kann nun auch in unseren Breitengraden erworben werden. Mit der siebten Auflage feiert die Baureihe des noblen Toyota-Ablegers ihr Debüt in Europa. Es hat drei Jahrzehnte gedauert, bis die beliebteste Limousine des japanischen Herstellers hierzulande in die Verkaufsräume rollte. Dabei kann sich der ES unbestritten sehen lassen. Schon optisch macht der Japaner mächtig Eindruck. Die markante Silhouette des fast fünf Meter langen Viertürers mit dem kraftvollen Abwärtsschwung strahlt Eleganz und Sportlichkeit gleichermaßen aus. Die neu ins Angebot aufgenommene F Sport Variante hebt die dynamische Ausprägung durch einen Heckspoiler, spezielle Embleme und eine tiefer gezogene Heckschürze noch besonders hervor.

Edle Materialien

Auch im Innenraum fühlen sich Passagiere bestens aufgehoben. Edle Materialien, wie hochwertige Hölzer oder feines Leder, verströmen Wohlfühlatmosphäre. Auf reisetauglichem Gestühl mit reichlich Seitenhalt genießen der Fahrer und sein Beifahrer die Fahrt. Platz ist genug vorhanden, ebenso wie für die Rückbänkler. Im Fond profitieren die Mitreisenden vom verlängerten Radstand, der eine großzügigere Beinfreiheit ermöglicht. Auch wenn das Dach coupéartig nach hinten abfällt, so bleibt aufgrund einer tieferen Sitzposition dennoch genug Kopffreiheit. Fürs Gepäck gibt es ein Fach mit einem Volumen von 454 Litern. Der Wert kann nicht erhöht werden, da sich die Rückbank leider nicht umklappen lässt.

Die Bedienelemente sind in perfekter Reichweite. Das Navigationssystem verfügt über ein 12,3-Zoll großes Multifunktionsdisplay. Die Eingabe erfolgt über ein Touch-Pad, was doch Einiges an Eingewöhnungszeit erfordert. Die direkte Bedienung am Touchscreen ist schon handlicher.

Lexus hat in puncto Hybridantrieb eine langjährige Erfahrung. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der ES diesen Antrieb nutzt. Die Techniker verbauen die vierte Generation des Systems mit einem neuen 2,5-Liter-Benzinmotor, überholtem Getriebe samt aktueller Hybrid-Batterie. Der Vierzylinder leistet 178 PS, die Batterie 120 PS. Die Systemleistung erreicht 218 PS. Die Leistung der einzelnen Komponenten kann nicht zusammengebracht werden. Sowohl der Verbrenner als auch das Elektroaggregat haben ihre Höchstdrehzahl. Und je nach dem wie sie gerade miteinander wirken, wird dadurch weniger als die Höchstleistung erbracht.

Apropos: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Das ist für ein 218-PS-Auto nicht besonders viel. Sollte aber reichen, zumal im komfortabel eingestellten ES das Gleiten mehr Spaß macht als ambitioniertes Fahren. Wobei eine flotte Kurvenfahrt das Hybrid-Modell noch lange nicht aus der Spur bringt. Neue Dämpfer reagieren feinfühlig auf Fahrbahnunebenheiten. Das Getriebe arbeitet quasi unbemerkt und die Bremsen packen beherzt zu. Eine gute Dämmung sorgt für nahezu geräuschfreie Fahrten. Den durchschnittlichen Verbrauch gibt das Werk mit 4,4 Litern an. Bei Testfahrten kamen wir auf durchschnittlich 6,2 Liter, was kein schlechter Wert für die 1740 Kilogramm schwere Limousine ist. Der Lexus ES 300h F Sport kostet 55 904 Euro. Die Preise beginnen bei 47 326 Euro.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto