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Weinheim/Region Kinderförderfonds Neckar-Bergstraße unterstützt 462 Kinder in 237 Familien mit 603 Maßnahmen / Hilfen summieren sich auf fast 67 000 Euro

Nach elf Jahren Spitzenwert erreicht

Archivartikel

Der Kinderförderfonds Neckar-Bergstraße hat im vergangenen Jahr seine Unterstützung auf über 600 Beihilfen gesteigert und dabei mit 66 961 Euro die Höhe der Spendeneinnahmen (48 955 Euro) deutlich überschritten. Möglich wurde dies durch den im Jubiläumsjahr 2017 angestiegenen Kontostand, der Ende vergangenen Jahres noch 49 606 Euro betrug.

„Trotzdem müssen wir die Spendenentwicklung im Auge behalten, um sie wieder etwas zu steigern und zuverlässig unsere wichtige Förderung fortsetzen zu können“, sagte am Montag Hansjörg Rapp, der Nachfolger von Bärbel Morsch, der Leiterin des Diakonischen Werks Weinheim. Der Fonds fördert seit 2007 Kinder, die in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen aufwachsen müssen. „Das sichert diesen Kindern vor allem die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, sagte Alexandra Riester vom Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis, und Caritas-Geschäftsführerin Susanne Rohfleisch ergänzte: „Die Förderung steht immer im Kontext der Beratung. Es soll sich in den Familien ja auch etwas bewegen.“

Im Turmzimmer des Weinheimer Rathauses, wo die Bilanz des Vorjahres besprochen wurde, saßen auch zwei neue Schirmherren am Beratungstisch: Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just und Pfarrer Klaus Rapp von der katholischen Kirchengemeinde Hemsbach.

147 Beihilfen für Geflüchtete

Dank des Kinderförderfonds können Mädchen und Jungen aus ärmeren Familien doch am Schulausflug teilnehmen oder mit ins Landschulheim fahren, können Eltern ein kleines Kinderbett neben ihre Schlafstätte stellen, bereitet der Kauf von Schulbedarf vor Beginn des neuen Schuljahres keine Bauchschmerzen mehr. „Manchmal weisen uns auch Erzieher oder Lehrer auf den Bedarf hin, aber es fällt Müttern im Beratungsgespräch auch leichter, um etwas für die Kinder als für sich selbst zu bitten“, plaudert Alexandra Riester aus dem Caritas-Alltag. Unter den 603 geförderten Maßnahmen sind auch 147 Beihilfen für Kinder, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland flüchteten. In diesen Fällen vermittelten häufig ehrenamtlich tätige Flüchtlingshelfer.

Rückläufig sind Nachhilfe-Förderungen durch den Kinderförderfonds. Sie werden stärker durch das Bildungs- und Teilhabe-Paket der Regierung abgedeckt. Der Dank galt beim Schirmherrengespräch nicht zuletzt den Privatspendern, den Serviceclubs, der Hector Stiftung, Vereinen und Kirchengemeinden für ihre Spenden und Sammlungen, die auch in Zukunft wichtig sind, um weiterhin Beihilfen leisten zu können. „Nach wie vor garantieren wir den Spendern, dass ihre Zuwendungen nicht in Verwaltungsaufgaben fließen, sondern zu nahezu hundert Prozent der Förderung der Kinder zugutekommen“, sagte Susanne Rohfleisch.