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Badenia Hirschacker Truppe ist trotz Aufstiegs auseinandergebrochen / Club stand kurz vor der Abmeldung / Zwölf Spieler haben den Verein verlassen, fast so viele Neue sind gekommen

Neuanfang als Chance

Der Ärger ist mittlerweile verflogen, inzwischen blicken Cheftrainer Dennis Hardung und sein Assistent Timo Becker wieder nach vorne. Das Auseinanderfallen der Meistermannschaft hätte bei der Badenia aus Hirschacker aber durchaus weitreichende Folgen haben können, gesteht Hardung: „Keiner hat so wirklich verstanden, warum zwölf Spieler das Team verlassen haben. Es war eine schwierige Phase und der Club stand kurz vor der Abmeldung.“

Angesichts des 60-jährigen Vereinsjubiläums und dem ersten Aufstieg seit 21 Jahren hätte eine Abmeldung den Gau dargestellt. „Wir haben unser Image aufpoliert und waren auf einem guten Weg“, ist Becker, der sich gemeinsam mit Marco Obeldobel um die Kaderzusammenstellung kümmerte, über den Aderlass immer noch verwundert. „Ich war so enttäuscht, dass ich mich erst einmal komplett ausgeklinkt habe und dem Club eine Frist gesetzt habe. Wenn wir es nicht geschafft hätten, dann wäre der Weg für uns alle wohl zu Ende gewesen.“

So kam es aber nicht. Bei der Badenia tummeln sich – insofern alle Mann da sind – 18 Spieler auf dem Trainingsplatz und der erste Eindruck hinterließ beim Trainergespann einen positiven Eindruck: „Die Stimmung ist gut, alle Spieler sind lernwillig und ziehen mit“, schildert Becker. Auch Hardung sei „überrascht“. Er sehe die Aufgabe aber auch für sich persönlich als große Herausforderung: „Ich kann jetzt meine Qualität als Trainer unter Beweis stellen und zeigen, was ich aus dem Team herausholen kann.“

Wer auf die Badenia trifft, der wird in den ersten Wochen erst einmal eine Wundertüte erwarten dürfen, denn so richtig weiß am Eiskellerweg noch niemand, wo die Elf wirklich steht. Aber mit Königstransfer Steven Schuhmacher hat Hardung einen wichtigen Mann zurückholen können. Außerdem kamen mit Artur Klaus, Can Karaköcek und Sinisa Burazor weitere erfahrene Akteure hinzu. Sie sollen helfen, die geforderte Spielweise umzusetzen. Schnell, aggressiv und offensiv will der Übungsleiter spielen lassen und insgesamt sieht er die „Gelben Hirsche“ gut gerüstet: „Wir wollen für die eine oder andere Überraschung sorgen.“ Herausforderungen wird es ausreichend geben, aber die erste hat die Badenia mit dem Abwenden der Abmeldung schon einmal gemeistert.