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Neubau ersetzt den alten Umkleidetrakt

Weiherhaus: Sportfunktionsgebäude wird am Mittwoch offiziell in Betrieb genommen

Bensheim.Wenn am Mittwoch das neue Sportfunktionsgebäude im Weiherhausstadion offiziell in Betrieb genommen wird, ist auch eine lange Diskussion abgeschlossen, die 2010 im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau der AKG-Turnhalle begonnen und zum Teil für hitzige Gemüter gesorgt hatte.

Seitens der Stadt, damals noch unter Bürgermeister Thorsten Herrmann, hätte man gerne ein gemeinsames Projekt von Kreis als Schulträger und Stadt im Weiherhausstadion gesehen.

Schon damals war klar, dass es in der Sportstadt Bensheim an Hallenflächen fehlt und auch eine Sanierung des maroden Umkleidetraktes dringend erforderlich ist. Mit einem gemeinsamen Sportprojekt im Weiherhausstadion hätte man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen können.

Doch das Interesse der Schule war ein anderes. Die Turnhalle sollte auf dem Schulgelände gebaut werden und wurde dort auch im Oktober 2011 ihrer Bestimmung übergeben.

Inzwischen gingen die Diskussionen um die Entwicklung und Modernisierung des Weiherhausstadions weiter und brachten in Kooperation mit der TSV Auerbach einen weiteren Fortschritt.

Im Norden des Sportgeländes baute der Verein auf städtischem Grundstück und mit städtischem Zuschuss eine multifunktionale Gymnastikhalle. Nach dem Richtfest vor drei Jahren wurde sie im Oktober 2017 eingeweiht.

Erst Norden, jetzt Süden

Knapp zwei Jahre später kommt nun auch im Süden des Stadionareals das nächste Projekt zum Abschluss.

Erste Planungsüberlegungen für den Ersatz des alten Umkleidetrakts hatte es bereits 2015 gegeben. Damals lag die grobe Kostenschätzung bei 1,71 Millionen Euro.

Die konkrete Planung ging dann aber im Oktober 2016 von 2,55 Millionen Euro aus. Letztendlich liegen die Kosten bei 3,015 Millionen Euro, was auch in Bestimmungen der Energiesparverordnung, der Haustechnik und der allgemeinen Teuerung aufgrund des Baubooms begründet ist.

Was dafür entstanden ist, kann sich aber auch sehen lassen. Der alte Gebäudetrakt mit Hausmeisterwohnung ist verschwunden, an dessen Stelle wurden zusätzliche Stellflächen für Autos und Fahrräder geschaffen.

Dieser Parkplatz ist auf der Rückseite des Neubaus angesiedelt, der sich als eingeschossiges Gebäude gut in das Stadion-Umfeld einfügt.

Dank an Vereine

Geplant wurde das Sportfunktionsgebäude von der Frankfurter Architekten-Arbeitsgemeinschaft Schmitt/Bühlmeyer, die nicht nur der Funktion des Gebäudes, sondern auch der Optik gerecht wurden.

Davon konnten sich schon im April Vereinsvertreter und CDU-Fraktion bei einem Rundgang ein Bild machen. Mit dabei waren neben Bürgermeister Rolf Richter auch Matthias Klug und Patrick Spieß vom Team Gebäudemanagement, die beim städtischen Bauamt das Projekt im Blick hatten.

Besonders gelobt wurde von ihnen das Entgegenkommen und Improvisationstalent der Vereine. Denn entgegen der ursprünglichen Planung musste das Altgebäude früher abgerissen werden, was für den Sportbetrieb schon eine Herausforderung war. Um so besser und angenehmer sind aber jetzt die Rahmenbedingungen in dem „hochgedämmten“ Gebäude mit Gründach und PV-Anlage. js