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Neunundzwanzigeinhalb

Jubiläum mit Trick: Wie man einen 30. Geburtstag geschickt umgeht

Zwingenberg.Es sollte ein Jubiläums-Bacchanal werden: das 30. Zwingenberger Weinfest. Vier Tage lang – vom 29. Mai, Freitag, bis einschließlich 1. Juni, Pfingstmontag – wollten es der Verkehrsverein und die Winzer vor der historischen Fachwerkkulisse feiern. Und dann machte die Coronavirus-Pandemie der Veranstaltergemeinschaft – und bekanntermaßen nicht nur ihr – einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

Lange zögerte man es in Zwingenberg noch hinaus – die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt –, um dann aber doch die traurige Botschaft verkünden zu müssen: Nach der Absage des Bauern- und Handwerkermarktes, den der Geschichtsvereins stets an den beiden Pfingstfeiertagen veranstaltet, kann auch die klassische Variante des Weinfestes in diesem Jahr nicht stattfinden.

Die schlechte Nachricht wurde allerdings mit einer guten verknüpft: Statt „live und in Farbe“ auf dem Marktplatz gibt’s zumindest ein Livestream-Weinfest aus dem Mobile-Keller. Aber kann das noch als Jubiläums-Weinfest bezeichnet werden? Verkehrsverein und Winzer taten sich schwer damit – und erdachten einen „Trick“: Gefeiert wird in diesem Jahr das Weinfest neunundzwanzigeinhalb – in Zahlen: 29,5. Eine symbolträchtige Ziffernfolge, denn wie schreibt sich das Datum für den Tag der Echtzeitübertragung? Genau: 29.5. mik