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Regierungspräsidium Bei Oftersheim Bäche vereinen

Ökologie des Leimbachs verbessern

Archivartikel

Oftersheim/Sandhausen.Zum Hochwasserschutzes am Leimbach und Hardtbach plant der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe die Zusammenlegung des Leimbachs und des Landgrabens zwischen Sandhausen und Oftersheim. Ziel ist , in diesem Abschnitt des Leimbachs die Gewässerökologie im Hinblick auf die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu verbessern. Erreicht werden soll dies durch eine ökologische Aufwertung der Gewässerstruktur mit geschwungener (mäandrierender) Linienführung sowie der Anlage einer naturnahen Ufervegetation. Das neue Gewässer soll ohne Querbauwerke durchgängig gestaltet werden, sodass Fische und andere Kleinstlebewesen das Gewässer problemlos passieren können.

Der Landesbetrieb Gewässer hatte nach eigenen Angaben 2018 und dieses Frühjahr über 40 Akteure zu zwei Fachgesprächen eingeladen. Dabei wurde über den Planungskorridor und dessen gewässerökologische Ausgestaltung diskutiert. Bei den Gesprächen anwesend waren die Kommunen Oftersheim, Sandhausen und Heidelberg sowie Vertreter der Fachbehörden, des Bauernverbandes und der Naturschutzvereine vor Ort.

Bei beiden Veranstaltungen zeigte sich, dass die Gestaltung des Gewässers, insbesondere im Hinblick auf die Erlebbarkeit des neuen Gewässerlaufes für die Bevölkerung von großer Bedeutung ist. Der Landesbetrieb wird nun gemeinsam mit seinen Fachplanern und Ingenieuren die Anregungen aller Beteiligten prüfen. Anschließend sollen alle Flächeneigentümer informiert und die Planung im Herbst 2019 den Eigentümern der Kleingärten am Ortsrand von Oftersheim in einer Informationsveranstaltung vorgestellt werden. Schon 2020 ist das Planfeststellungsverfahren zu dem Vorhaben geplant. zg