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Roman Alina Bronskys Buch „Der Zopf meiner Großmutter“

Pfiffiger Schüler

Archivartikel

Maxim kommt mit seinen Großeltern aus Russland nach Deutschland. Die kleine Familie zieht ins Wohnheim, ihre Erinnerungen an die Heimat lagern großteils, in einen Koffer gestopft, unter dem Bett. Das Ankommen in der deutschen Kleinstadt gerät für die drei aus vielerlei Gründen zum Hindernislauf.

Das ist, kurz gefasst, die Geschichte, die Erfolgsautorin Alina Bronsky (40/“Scherbenpark“, „Baba Dunjas letzte Liebe“) in ihrem Roman „Der Zopf meiner Großmutter“ erzählt. Ihre rhythmische Sprache und ihr bissiger Humor lassen Leser und Leserinnen sofort eintauchen in die Welt des pfiffigen Ich-Erzählers Mäxchen.

Von russischen Aussiedlern

Der Schüler berichtet von seiner dominanten Großmutter Margo, die ihren Enkel vor angeblich gefährlichen Keimen, deutschen Süßigkeiten und ausufernden Freiheiten schützen will. Und von dem eher fügsamen Großvater Tschingis, der sich in eine jüngere Frau, die Klavierlehrerin Nina, verliebt und so einen Ausbruchsversuch aus der familiären Enge startet.

Das klingt nach teils amüsant-ironischem, teils ernsthaftem Lesestoff. Nur leider ist manche schwungvolle Wendung in der Geschichte schwer nachvollziehbar. Und manche Witze – etwa über andere jüdische Auswanderer – werden so oft wiederholt, dass sie ausgeleiert wirken (Kiepenheuer & Witsch, Köln. 214 Seiten, 20 Euro). dpa