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Oldtimer H-Kennzeichen spart Geld und würdigt Geschichte

Pflege des Kulturgutes

Stuttgart.Noch dösen viele automobile Schätze im Winterschlaf. Doch sobald die Sonne das Winterwetter verdrängt hat, steht die erste Ausfahrt an. Ist das Auto älter als 30 Jahre, kommt dabei auch ein H-Kennzeichen infrage. Oldtimer sind Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind. Sie müssen weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, sich in einem guten Erhaltungszustand befinden und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen, erklärt Dekra-Experte Andreas Lahne mit Verweis auf die Fahrzeug-Zulassungsverordnung.

Pauschale Besteuerung

Das Alter eines Fahrzeugs ist also nicht allein ausschlaggebend dafür, ob es als Oldtimer angemeldet werden kann. So sollte der Oldtimer zum Beispiel nur Lackierungen haben, die in seinem Baujahr verfügbar waren. „Zulässig sind darüber hinaus nur Anbauteile, die in den ersten zehn Jahren nach der Erstzulassung üblich waren“, erläutert Lahne. Für die Erteilung des H-Kennzeichens ist ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfers erforderlich, die entsprechende Begutachtung erfolgt zum Beispiel im Rahmen einer gesonderten Fahrzeugabnahme oder einer Hauptuntersuchung.

Zur Beantragung des Kennzeichens muss das Gutachten beim Straßenverkehrsamt vorgelegt werden. Zu den Vorteilen des H-Kennzeichens für einen Pkw zählt unter anderem die pauschale Besteuerung mit rund 192 Euro im Jahr. tmn