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Im Test Auch Skodas kleinster SUV (Sport Utility Vehicle) Kamiq vereint die markentypischen Eigenschaften / Agiles Fahren

Platz und clevere Ideen

Mannheim.Was beginnt mit einem K und endet mit einem Q? Antwort: Ein SUV (Sport Utility Vehicle) von Skoda, oder besser drei. Denn nach Kodiaq und Karoq hat der tschechische Hersteller mit dem Kamiq die Palette seiner Geländewagen erweitert. Mit seiner Länge von 4,24 Metern ist das jüngste Familienmitglied deutlich kompakter als seine beiden größeren Brüder. Der Kodiaq erreicht 4,70 Meter in der Länge, beim Karoq sind es 4,38 Meter. Somit wird deutlich, dass der Kamiq die SUV-Familie der Marke nach unten abrundet.

Nun sind die Tschechen auch im stark wachsenden Segment der City-SUV vertreten. Der Kamiq vereint daher ebenso die typischen Vorzüge dieser Fahrzeugklasse, wie größere Bodenfreiheit, erhöhte Sitzposition und ein großzügiges Raumangebot. Die Geländewagenoptik ist mehr Schein als Sein. Beim kleinen SUV werden ausschließlich die Vorderräder angetrieben. Allrad gibt es nicht für Geld und gute Worte, auf Wunsch aber einen Unterbodenschutz.

Mit seinen kompakten Abmessungen wirkt der Kamiq robust und dynamisch. Die Front wird dominiert von einem markanten Kühlergrill mit Doppelrippen, eingerahmt von LED-Scheinwerfern. Auch am Heck kommt die moderne LED-Technologie zum Einsatz. Der Innenraum punktet nicht nur mit viel Platz für die Passagiere, sondern auch mit hochwertiger Ausstattung. Weich aufgeschäumte Kunststoffe fühlen sich gut an. Das war nicht immer so. Die Kopf-, Ellbogen- und Kniefreiheiten sind auf allen Sitzgelegenheiten markentypisch groß. Laut Skoda die großzügigsten im Segment.

Der Kofferraum fasst 400 Liter. Wird die Rückenlehne umgeklappt, steigert sich der Wert auf bis zu 1395 Liter. In Kombination mit dem optionalen doppelten Ladeboden entsteht beim Umklappen eine ebene Fläche fürs große Gepäck. Unter der Motorhaube arbeiten wahlweise drei Benziner (95, 115, 150 PS), ein Diesel (115 PS) sowie ein Erdgas-Antrieb (90 PS).

Gut verpackt

Der Benziner im 1.0 TSI leistet 115 PS. Die Beschleunigung auf die 100-Kilometer-Marke ist in 9,9 Sekunden erledigt. Der Vortrieb endet bei 194 km/h. Relativ gut verpackt ist der Dreizylinder, so dass nur ein leichtes Rappeln vernehmbar ist. Mit dem neu entwickelten Fahrwerk lässt sich der Kamiq von Straßenunebenheiten nicht aus der Ruhe bringen. Die Insassen genießen eine stabile Fahrt mit sehr geringen Wankbewegungen. Das manuelle Sechsgang-Getriebe überzeugt mit einer gelungenen Abstimmung. Trotz seines höheren Schwerpunkts kann man dem Kamiq agile Fahreigenschaften und ein gutes Kurvenverhalten bescheinigen. Wer es etwas dynamischer wünscht, der erhält ein sportliches Fahrwerk mit Tieferlegung und den Fahrwerkabstimmungen Normal sowie Sport.

Skoda gibt den kombinierten Verbrauch mit 5,8 Litern pro 100 Kilometer an. Bei unseren Testfahrten kamen wir auf 7,8 Liter pro 100 Kilometer. Viele Skoda-Fahrer schätzen die ausgeklügelten Ideen in den tschechischen Modellen. Auch der Kamiq fährt damit vor, wie beispielsweise einem automatisch ausklappenden Türkantenschutz, einer herausnehmbaren Taschenlampe im Kofferraum, einem Eiskratzer im Tankdeckel, einem integrierten Trichter im Scheibenwaschbehälter oder einem Regenschirm. Der Skoda Kamiq 1,0 TSI Style kostet 24 900 Euro. Die Preisliste startet bei 18 940 Euro.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto