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Weinheim Fest verläuft bei mäßigem Wetter relativ ruhig

Polizei zieht Kerwe-Bilanz

Acht Körperverletzungsdelikte, fünf kleinere Auseinandersetzungen am Eröffnungstag, drei am Abschlusstag, davon zwei gefährliche Körperverletzungen: Das ist die Bilanz der Weinheimer Kerwe aus polizeilicher Sicht. Das Weinheimer Revier registrierte damit einen vergleichsweise ruhigen Verlauf der vier Kerwe-Tage. „Einen großen Anteil daran dürfte auch das durchwachsene Wetter gehabt haben“, schreibt ein Polizeisprecher.

Am folgenschwersten dürfte demnach eine Auseinandersetzung vor einer Gaststätte in der Münzgasse am frühen Dienstagmorgen gewesen sein. Nachdem ein 49-Jähriger zunächst aufgrund seiner Provokationen gegenüber einem 56-Jährigen zunächst rund eine Stunde vor Kerwe-Schluss aus der Gaststätte verwiesen worden war, trafen beide Kontrahenten kurz nach 1 Uhr vor der Gaststätte wieder aufeinander. Als der 49-Jährige hierbei, so der derzeitige Stand der Ermittlungen, erneut die körperliche Konfrontation mit dem 56-Jährigen suchte, versetzte ihm dieser einen Faustschlag ins Gesicht. Der 49-Jährige stürzte zu Boden und verletzt sich am Kopf, sodass er nach notärztlicher Behandlung mit einem Rettungswagen in eine Klinik transportiert werden musste. Dem 56-Jährigen, der leicht alkoholisiert war, wurde eine Blutprobe entnommen. Erste Ermittlungen gegen ihn wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sind eingeleitet.

Zeugen gesucht

Ein zweiter Vorfall, bei dem das Polizeirevier Weinheim Zeugen sucht, ereignete sich bereits kurz nach Mitternacht in der Gerbergasse. Aus bislang unbekannten Gründen gingen drei Männer von hinten auf einen 23-Jährigen los, traten und schlugen ihn mehrfach und rannten anschließend davon. Der junge Mann wurde dabei verletzt und wollte sich selbst in ärztliche Behandlung begeben. Während einer der Angreifer den Ermittlern mittlerweile namentlich bekannt ist, liegen noch keine Hinweise zu seinen beiden Komplizen vor. Der eine soll einen sogenannten „Anglerhut“, der andere einen“ Ziegenbart“ getragen haben.

Auch hier wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Telefon 06201/100 30 zu melden. red