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Im Test Der Ford Tourneo Courier 1,0 l EcoBoost wird von einem Dreizylinder angetrieben / Kastenwagen bietet hohen Fahrkomfort

Reisen mit reichlich Raum

Archivartikel

köln.Die Ford Tourneo-Familie gibt sich geräumig und vielseitig. Die Modelpalette der neuen Personentransporter umfasst drei Ableger, die in der Größe variieren. Hierzu zählen der fünfsitzige Tourneo Courier, der Tourneo Connect als fünf- und siebensitzige Variante sowie der Tourneo Custom mit wahlweise acht oder neun Sitzen. Alle Modelle präsentieren sich mit neuer Front, einem überarbeiteten Interieur, mehr Technik und optimierten Motoren.

Begnügen wir uns mit der kleinsten Variante. Wobei der Courier den Beweis antritt, dass auch der kompakteste Tourneo schon ein Großer sein kann. Weit schwingen die Türen auf, um auf erhöhten Sitzen dem Fahrer und seinem Beifahrer einen guten Überblick sowie fürstliche Platzverhältnisse zu bieten. Das gilt auch für das Fond. Drei weitere Insassen können hier mitreisen.

Bequemer Zugang

Zwei Schiebetüren öffnen sich und ermöglichen einen bequemen Zugang zu einem Bereich mit reichlich Kopf-, Knie- und Ellbogenfreiheit. Die Rücksitzlehnen lassen sich im Verhältnis 60:40 umklappen, so dass das Kofferraumvolumen von 708 auf 1656 Liter steigt. Das ist für die Urlaubsreise oder für einen Möbeltransport jede Menge Raum. Das Beladen wird beim Courier leicht gemacht. Eine große Klappe schwingt weit nach oben und die Ladekante ist tief positioniert. Gepäck nehmen zusätzlich zahlreiche Fächer auf. Da ist selbst ein Laptop gut aufgehoben. Abgelegt werden kann das technische Gerät auf einem Klapptischchen an der Rückseite der vorderen Sitze. Weniger praktisch sind jedoch die Fenster im Fond. Sie lassen sich nur ausklappen.

Beim Tourneo Courier liegt der Fokus eindeutig auf der Funktion. Die Form muss sich da unterordnen. Auch wenn am Kühlergrill und an der Frontschürze gearbeitet wurde, wird der Kastenwagen keine Schönheitskonkurrenz gewinnen. Muss er ja auch nicht. Seine Stärken liegen eindeutig beim überzeugenden Raumangebot.

Zudem punktet er mit einem erstaunlich hohen Fahrkomfort. Bodenwellen und Straßenschäden werden ordentlich gefiltert. Die Servolenkung arbeitet präzise. Die manuelle Sechsgang-Schaltung garantiert mit passgenauer Abstimmung guten Schaltkomfort. Der Innenraum erfuhr ebenso eine Aufwertung. Der neue Armaturenträger mit einem sechs Zoll großen Farb-Touchscreen ist näher an den Fahrer herangerückt. Neu ist ferner ein sprachgesteuertes Kommunikations- und Entertainmentsystem (Ford SYNC 3). Hartplastik dominiert das Interieur. Dies wiederum ist dem Preis geschuldet. Denn der Ford Tourneo Courier ist ab 16 675 Euro zu haben.

Unter der Motorhaube arbeiten beim Kölner wahlweise zwei Diesel mit 75 und 100 PS sowie ein Benziner mit 100 PS. Alle Antriebe erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Der gefahrene 1,0 l EcoBoost Titanium entwickelt 100 PS und ein maximales Drehmoment von 170 Nm. In 12,3 Sekunden ist die 100-Kilometer-Marke erreicht. Der Vortrieb endet bei 173 km/h. Mit einem Start-Stopp-System (Aufpreis 297 Euro) begnügte sich der Familienwagen bei unseren Testfahrten durchschnittlich mit 6,5 Litern pro 100 Kilometer. Der Tourneo Courier 1,0 l Titanium kostet 19 855 Euro.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto