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TSG Eintracht Plankstadt Nach dem Abstieg will Trainer Heinz Beneke eine neue Einheit formen / Viele junge Spieler im Kader

Rückkehr zur alten DNA

Archivartikel

Nach dem Abstieg aus der Landesliga rumorte es bei der TSG Eintracht Plankstadt gewaltig. Ein Zerwürfnis zwischen Spielern und Verantwortlichen, das letztendlich nicht mehr zu kitten war. Zahlreiche Leistungsträger und Identifikationsfiguren haben den Club verlassen, einer ist aber geblieben: Ali Hanbas. Der spielende Co-Trainer hatte sich zwar bei anderen Vereinen vorgestellt, blieb dann aber doch: „Ich stand in einem anderen Trikot vor dem Spiegel und dachte mir: Das passt nicht zu mir. Deswegen bin ich weiterhin hier.“

Jedoch in einer neuen Rolle und mit vielen neuen Mitspielern, denn die zweite Mannschaft, die aufgrund der Entwicklung die Aufstiegsrelegationsspiele in der B-Klasse nicht in Angriff nahm, wurde zur ersten Garde umfunktioniert. Auch Trainer Heinz Beneke wurde befördert und coacht jetzt in der Kreisliga. Ihm ist bewusst, wie schwierig das Unterfangen werden wird: „Wir freuen uns alle auf diese Chance, wir müssen einfach mehr arbeiten als der Rest.“

14 Spieler sind unter 23 Jahre alt, es soll die Rückkehr zur alten Plankstadter DNA sein, fordert Beneke: „Wir wollen die Omas und Opas der Jungs wieder auf den Platz holen. Sie sollen sehen, dass wir uns den Hintern aufreißen. Es gibt hier so viel Potenzial, das wollen wir ausschöpfen.“ Allerdings fehlt der Nachwuchs an der Jahnstraße: Eine A-Jugend gibt es derzeit nicht. „Da wurde zu viel verschlafen“, bemerkt Hanbas, der am Ende der Vorbereitung aufgrund eines Auslandsaufenthalts fehlte. Für den letztjährigen Kapitän hat sich der Blickwinkel verändert: „Das ist eine große Umstellung. Ich mache die Übungen im Training nicht nur selbst, sondern muss auch schauen, dass die Jungs sie richtig machen. Aber ich habe richtig Bock auf die Aufgabe.“

Der Kader ist mit 30 Mann recht groß, trotzdem sucht die TSG Eintracht noch nach einer Verstärkung auf der Torhüterposition, denn mit Yannick Sander und dem reaktivierten Torwarttrainer Stefan Gaa ist Baustelle bisher nur mäßig besetzt.

Es wird eine schwere Mission, die Ansätze und Schlüsse, die aus dem Vorjahr gezogen wurden, sind verheißungsvoll. Trotzdem sagt Beneke: „Wir werden von jedem Experten als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt. Dagegen wollen wir ankämpfen und das geht nur als Einheit.“