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Rudolf-Wild-Halle Opern-, Operetten- und Filmmusik begeistern das Publikum / Musikschule Schwetzingen konzertiert zum ersten Mal in Eppelheim / Anspruchsvoller Beitrag zum Stadtjubiläum

Solisten und Ensembles bieten beschwingten Jahresauftakt

Archivartikel

Eppelheim/Schwetzingen.Premiere zum Auftakt der 1250-Jahr-Feierlichkeiten: Erstmals gab es in Eppelheim ein Neujahrskonzert mit der Jungen Philharmonie, Solisten und dem Cello-Ensemble der Musikschule Schwetzingen, der auch Eppelheim als Mitgliedskommune angehört.

Sie alle haben im ausverkauften Kultursaal der Rudolf-Wild-Halle ihre Visitenkarte abgegeben und das Publikum begeistert. Die Musikauswahl, das zeigte der Applaus, war ganz nach dem Geschmack der Zuhörer. Die Gäste erlebten einen prächtigen und beschwingten Auftakt ins neue Jahr.

Roland Merkel ist stolz

Musikschulleiter Roland Merkel war stolz auf die Solisten, das Cello-Ensemble und das Flaggschiff der Musikschule, die Junge Philharmonie mit ihrem musikalischen Leiter Georg Schmidt-Thomée. Sie alle hatten ein fantastisches Konzertprogramm mit Opern- und Operettenmelodien, Film- und Popmusik einstudiert.

Vorab bekamen alle Gäste zur Begrüßung von der Stadt Sekt serviert und auf den Sitzplätzen lagen Terminkalender mit den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr aus. „Es lohnt sich auch von außerhalb zu unseren Veranstaltungen zu kommen, denn es wird ein ganz tolles Jubiläumsjahr“, versprach Bürgermeisterin Patricia Rebmann.

Im ersten Teil des Neujahrskonzertes dominierte das junge Cello-Ensemble. Es spielte ein Stück aus der Oper „Der Freischütz“ und wusste auch mit dem Lied „Mein kleiner grüner Kaktus“ und „Veronika, der Lenz ist da“ zu gefallen. Dazwischen gab es Auftritte der Musiklehrer. Zu ihnen gehörten Manfred Hildebrand an der Klarinette, Mariana Chacin Benitez an der Querflöte, Sopranistin und Pianistin Elena Spitzner sowie Su-Yeon Yang und Birgit Amail-Funk am Klavier.

Im zweiten Konzertteil trumpfte die Junge Philharmonie auf, glänzend dirigiert von Georg Schmidt-Thomée. In dem Orchester spielen neben erfahrenen Musiker auch hochtalentierte Musikschüler aus Eppelheim mit. Zur Eröffnung hatte Schmidt-Thomée von Richard Strauss die Fanfare des monumentalen Orchesterwerks „Also sprach Zarathustra“ ausgewählt. Danach erklangen zwei Kompositionen von Johann Strauß – „Mein Herr Marquis“ aus der „Fledermaus“ und das Intermezzo aus der Operette „Tausend und eine Nacht“. Eine Welturaufführung erlebte das Konzertpublikum mit der Komposition „Schwetzinger Bilderbogen“ von Hans Schobert. Es erklang der dritte Satz „Spargelfest in Schwetzingen“. Werke von Giuseppe Verdi, Dmitri Schostakovich, Giacomo Puccini und Jacques Offenbach standen noch auf dem Programm und wurden glänzend durch das Orchester und Solisten wie Elena Spitzner (Sopran), Astrid Bohm-Franz (Mezzosopran), Birgit Amail-Funk (Sopran), Manfred Hildebrand (Altsaxofon) und Alois Willing (Posaune) dargeboten.

Ein Medley bekannter Filmmusiken sorgte anschließend für weitere Begeisterung im Saal. Selbstverständlich wurden vom Publikum Zugaben gefordert und von der Jungen Philharmonie auch gerne gegeben. Erst punktete das Orchester mit dem Jazz-Stück „Take Five“, einem Ohrwurm aus der Feder von Paul Desmond, dann glänzte es mit einem tollen Hit-Medley der schwedischen Popgruppe „ABBA“.

Das Publikum dankte den Musikern und ihrem Dirigenten sowie den Solisten für den ausgezeichneten Konzertabend mit minutenlangem Applaus.