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Weinheim Biologisches Mittel im Einsatz

Stadt kämpft gegen Mücken

Archivartikel

Sie fliegen in einem Radius von etwa 500 Metern, sind aggressiv und tagaktiv – und sie können Krankheiten übertragen: Asiatische Tigermücken. Deshalb ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises vorsichtig und wachsam; die Stadt Weinheim ebenso. Seit Juni dieses Jahres lässt die Stadt auf Empfehlung des Gesundheitsamtes eine Bekämpfung der Tigermücke vornehmen. Anlass war eine Fundstelle im Bereich der Straße an der Ziegelhütte und ein in der Folge weiter festgestelltes Vorkommen im Bereich der Weststadt, westlich der Pappelallee. In dem betroffenen Bereich wird gegen die Stechmücke vorgegangen.

Bekämpft wird jeweils im Radius von etwa 500 Metern um die jeweilige Fundstelle der Insekten. Zum Einsatz kommt „Bti“, ein biologisches Mittel, das seit Jahren in der Schnakenbekämpfung verwendet wird. „Es schadet weder Menschen noch anderen Tieren“, schreibt die Stadt.

Expertin unterwegs

Das Amt arbeitet mit dem Institut für Dipterologie (IfD) sowie der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) zusammen. Aus dieser AG stammt Gabriele Stadler, die in Weinheim wohnt und derzeit in den Gartengrundstücken ihre Runden dreht. Die Mücken-Bekämpferin trägt ein Schreiben der Stadtverwaltung Weinheim bei sich, um sich auszuweisen. Die Bewohner sollen auf alle Fälle stehendes Wasser auf ihren Grundstücken vermeiden. Bereits kleinste Mengen davon reichen aus, beispielsweise in einem Topfunterteller, damit die Tigermücke larven kann.

Bei Fragen oder bereits bei der Meldung von Vorkommen können sich die Bürgerinnen und Bürger an Gabriele Stadler (Stechmückenbekämpfung Kabs, IfD) unter tigermuecke@kabsev.de wenden oder an das Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Weinheim unter Telefon 06201/82 231. whm