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Weinheim Agentur VoiceArt gibt neue Termine bekannt

Tickets behalten Gültigkeit

Archivartikel

Auf der Bühne stehen ist derzeit wegen der Ausbreitung des Coronavirus untersagt und wäre für Franz Kain zeitlich auch kaum noch möglich. „Wir leisten im Moment einen Kraftakt“, sagt der Leiter der Veranstaltungsagentur VoiceArt. Noch hat er die Hoffnung, dass es in der zweiten Jahreshälfte oder vielleicht schon etwas früher wieder „normal“ weitergehen kann. „Sollte das nicht der Fall sein, wird es schwierig und finanziell eine Katastrophe“, so der Geschäftsführer.

Im Zuge der Terminverschiebungen in der Veranstaltungsbranche hat auch die Weinheimer Agentur die vergangenen Tage gehandelt. „Wir konnten alle für das Frühjahr vorgesehenen und teilweise sehr gut verkauften Auftritte unserer Künstler auf den Herbst schieben. Einige Termine waren noch in der Stadthalle Weinheim optioniert, auf die Auftritte umgelegt werden konnten“, berichtet Kain etwas erleichtert.

Schwierige Umplanungen

Zusammen mit seiner Tochter Patricia und seiner Frau Melanie versucht er nun, die monatlichen Veranstaltungen in der Stadthalle, die Termine in der „Alten Druckerei“ und die noch ausstehenden 20 Spieltermine der Spitzklicker neu zu platzieren. Zig Telefonate wurden geführt und hunderte von E-Mails verschickt.

„Das ist alles ein schwieriges Unterfangen, denn selbst wenn sich die Künstler auf einen neuen Termin mit uns verständigen, heißt das noch lange nicht, dass dieser Termin in den Spielstätten noch frei ist. Schließlich wollen jetzt auch alle anderen Veranstalter in den Sommer und Herbst ausweichen“, wird Kain in einer Pressemitteilung von VoiceArt zitiert.

Alle bei der Veranstaltungsagentur vertrauen darauf, bald wieder freudestrahlende Menschen in der „Alten Druckerei“ oder in der Stadthalle sitzen zu sehen. „Alle lieben die Live-Events und werden sich danach darauf stürzen, in der Gemeinschaft zu lachen“, sagt Musicaldarstellerin Patricia Kain, die – genau wie ihr Vater und viele andere Künstler – von der Entwicklung betroffen ist.

Hoffen auf Solidarität

Zum Schluss richten Franz, Patricia und Melanie Kain einen Appell an alle Besitzer von Eintrittskarten, Verständnis dafür zu haben, dass nicht alles schnell abgewickelt werden kann. Auch die Ticketsysteme seien heillos überfordert. Und sollte jemand die neuen Termine nicht wahrnehmen können, dann würde es die Veranstalter sehr freuen, wenn man sich, sofern es finanziell möglich ist, solidarisch mit den Kulturschaffenden zeigt und das Geld nicht zurückfordert. Dann könne die Agentur sicher weiterarbeiten und im Herbst wieder Veranstaltungen anbieten. wn