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Ratgeber Ruhig sitzen bleiben und kooperieren

Verhalten bei Kontrollen

München.Im Rückspiegel nähert sich ein Streifenwagen und überholt. Plötzlich streckt eine Polizistin eine rot leuchtende Anhaltekelle aus dem Fenster: „Halt, Polizei!“. Was nun? Bei nächstmöglicher Gelegenheit anhalten – und das zuvor durch Blinken ankündigen, rät der ADAC. Wer weiterfährt, muss mit 70 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Nach dem Halten heißt es: Motor ausschalten. Bei Dunkelheit macht man die Innenbeleuchtung an. Dann ruhig sitzen bleiben.

Personalien muss jeder stets bei der Polizei angegeben. Auch Fahrzeugpapiere und der Führerschein müssen ausgehändigt werden. Liegen Dokumente nicht im Original vor, fallen zehn Euro Geldbuße an. Zu weiterer Auskunft sind Autofahrer jedoch nicht verpflichtet. Bei entsprechendem Anfangsverdacht darf die Polizei das Fahrzeug technisch oder nach mitgeführten Gegenständen durchsuchen. Dabei muss der Fahrer nicht aktiv mitwirken.

Im Zweifel zur Blutentnahme

Einen Atemalkohol- oder Drogenschnelltest kann der Fahrer zwar verweigern, allerdings wird die Polizei ihn dann zur Blutabnahme zu einem Arzt bringen. Wer weder Alkohol noch Drogen konsumiert hat, kann den Test laut ADAC in Minutenschnelle hinter sich bringen. Bei Ordnungswidrigkeiten bis 55 Euro kann der Autofahrer teilweise direkt vor Ort zahlen oder sich zumindest mit der Verwarnung einverstanden erklären – dann entfallen die Gebühren für ein förmliches Verfahrens in Höhe von 28,50 Euro. tmn