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Sachbuch

Von Thatcher bis zu den Mullahs

Archivartikel

Für Deutsche sind in der Regel 1945 oder ’89 entscheidende Wegmarken der Historie. Das Jahr 1979 erscheint auf den ersten Blick als Zäsur ungewöhnlich. Historiker Frank Bösch führt in seinem Buch „Zeitenwende 1979“ jedoch zahlreiche Gründe auf, warum er dieses Jahr global für wichtig hält. Tatsächlich sind die islamische Revolution im Iran, Chinas Öffnung unter Deng Xiaoping, der Regierungsantritt Margaret Thatchers in Großbritannien oder der Einmarsch der Russen in Afghanistan Ereignisse, deren Folgen so weitreichend waren, dass wir sie bis heute spüren. Andere Geschehnisse, die die Menschen damals bewegten, der Besuch von Papst Johannes Paul II. in Polen oder der Sieg der Sandinisten in Nicaragua, sind nicht mehr so präsent. Das Buch erinnert auch an die Wirkung der US-Fernsehserie „Holocaust“ vor allem in Deutschland. Die teils immensen Folgen mancher Ereignisse für die Gegenwart hätte der Autor aber noch stärker herausarbeiten können. (C.H. Beck, 512 S., 28 Euro)