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TSG 1899 Hoffenheim Finanzielle Einbußen erschweren die Aktivitäten auf dem Transfermarkt / Mijat Gacinovic ist neu dabei / Konstantinos Stafylidis könnte noch gehen

„Wir fühlen uns sehr gut aufgestellt“

Archivartikel

Nur ein echter Neuzugang hat sich bei der TSG 1899 Hoffenheim mit auf den Weg nach Rottach-Egern ins Trainingslager gemacht. Mijat Gacinovic kam vom Bundesliga-Konkurrenten Eintracht Frankfurt. Er war der Gegenpart des Tauschgeschäfts mit den Hessen, die ihrerseits Steven Zuber erhielten.

Weshalb er vom letztjährigen Europa-League-Achtelfinalisten zum diesjährigen Europa-League-Teilnehmer wechselte, erklärt der 25-Jährige: „Ich will mich entwickeln und ein besserer Spieler werden, deswegen war Hoffenheim die beste Option für mich.“

Anpassungsprobleme hatte Gacinovic bei seinem neuen Arbeitgeber nicht – im Gegenteil: „Der Anfang war einfacher als in Frankfurt. Ich kann jetzt Deutsch und bin schon lange in der Bundesliga.“

Selbst den deutschen Rekordmeister FC Bayern München hat der Neuzugang das Fürchten gelehrt. Im DFB-Pokalfinale 2018 schoss der Serbe den 3:1-Siegtreffer. Rückblickend sagt er: „Das war ein sehr schönes und wichtiges Tor. Ich bin sehr froh, dass ich Teil der Mannschaft war, die den Pokal gewonnen hat.“

Im vergangenen Jahr stand der Serbe in den Schlagzeilen, nachdem er von Schalkes Schlussmann Alexander Nübel mit einem Horrortritt niedergestreckt wurde – es war das brutalste Foul der Saison. Das ist nun aber Geschichte. Gacinovic möchte mit der TSG sowohl in der Bundesliga als auch auf europäischem Terrain für Furore sorgen. Nach den guten Gesprächen mit Neu-Trainer Sebastian Hoeneß und dem Sportlichen Leiter Alexander Rosen ist Gacinovic optimistisch.

Kevin Vogt ist zurück

Optimismus ist auch aus den Worten von Rosen zu hören, obwohl dieser in der Transferperiode relativ wenig Arbeit hatte. Das liegt aber auch daran, dass auch die TSG mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen hat. Rosen sagte während des Trainingslagers in einer Videoschalte: „Im Hinblick auf die kommende Saison haben auch wir mit den finanziellen Einbußen zu kämpfen. Schaut man sich unsere Bilanzen der vergangenen Jahre an, sind Spielerverkäufe in einem größeren Kontext nicht notwendig.“

Ohnehin fühlt sich Rosen mit seinem Kader auf der sicheren Seite: „Wir fühlen uns nicht nur gut aufgestellt, sondern sehr gut. Dieser Kader wurde Sechster, ist zusammengeblieben, und wir haben Spieler aus Leihen und unserer Akademie dazubekommen.“ Kevin Vogt möchte wieder angreifen, nachdem er sich nach einem Zwist mit Ex-Trainer Alfred Schreuder – inzwischen Co-Trainer beim spanischen Eliteclub FC Barcelona – für ein Halbjahr nach Bremen verabschiedet hat. Verlassen könnte Konstantinos Stafylidis noch den Club. Der Grieche wird mit einer Rückkehr in seine Heimat in Verbindung gebracht. Eine Entscheidung steht noch aus. mjw