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Straßenverkehr CDU und PWL wollen Überwachung in Kreuzungsbereichen ausweiten

Zeigen, wo man parken darf

Archivartikel

Lorsch.„Der ruhende Verkehr ist ein politischer Dauerbrenner, der wie kaum etwas anderes die Gemüter bewegt“, heißt es von den Lorscher Christdemokraten. Während die Zahl der Autos steige, bleibe aber in Wohngebieten der zur Verfügung stehende Parkraum gleich. Die Folge seien zugeparkte Straßen und Gehwege, so CDU-Fraktionsvorsitzender Ferdinand Koob.

Gemeinsam mit der Fraktion der PWL hat die CDU eine Anfrage an den Magistrat der Stadt Lorsch auf den Weg gebracht zum Thema Überwachung und Regelung des ruhenden Verkehrs in Kreuzungsbereichen. Selbst in unmittelbaren Einmündungs- und Kreuzungsbereichen werde geparkt, haben Koob und PWL-Fraktionsvorsitzender Christian Walter festgestellt. „Dies birgt für alle Verkehrsteilnehmer ein hohes Gefahrenpotential, das vermeidbar wäre“, sind sie überzeugt. Gerade für Fußgänger sei es oft unmöglich, zu sehen, ob von der rechts liegenden Straße ein anderer Verkehrsteilnehmer auf die Kreuzung zufahre.

Feuerwehr kommt nicht durch

Als weiteres gravierendes Problem nennen die Chefs von CDU- und PWL-Fraktion die Behinderungen für Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst, die nicht mehr in die Straße einfahren können, wenn der Wendekreis durch parkende Autos zu stark verengt sei. In einem Notfall gehe wertvolle Zeit verloren. „Aus diesen Gründen halten wir es für unerlässlich, dass die Überwachung des ruhenden Verkehrs in Kreuzungsbereichen ausgeweitet wird“, so Koob und Walter in einem Schreiben an Bürgermeister Schönung. An „besonders neuralgischen“ Kreuzungen sollten zusätzliche weiße Bodenmarkierungen das Parken im Kreuzungsbereich unterbinden, fordern sie. Wissen wollen sie vom Magistrat, in welchem Umfang eine Überwachung des ruhenden Verkehrs in Kreuzungsbereichen erfolgt, ob „regelmäßige Bewegungsfahrten der Feuerwehr im Stadtgebiet“ stattfinden und ob die Markierung weiterer Sperrflächen an Kreuzungen geplant ist.

In beiden Fraktionen kann man sich zudem Demonstrationsfahrten des Rettungsdienstes vorstellen, die das Problem verdeutlichen. „Wenn man live sieht, dass widerrechtliches Parken einen Rettungseinsatz behindern kann, führt dies zu einem besseren Verständnis bei allen Verkehrsteilnehmern“, meint CDU-Vorsitzender Alexander Löffelholz.

Entgegen der bestehenden Regeln würden viele Autos in Wohngebieten mit hohem Parkdruck abgestellt, so Koob, Gerade in Arealen mit enger Bebauung sollten Parkflächen zwar nicht wegfallen oder eingeschränkt werden, betont Koob, Markierungen aber könnten helfen, den Parkraum aufzuzeigen, der zur Verfügung steht.

Vom Magistrat will der CDU-Fraktionsvorsitzende nun in einer weiteren Anfrage wissen, ob die Nachzeichnung oder Ausweitung von markierten Parkflächen in Wohngebieten ein Mittel sein könnten, um ordnungswidriges Parken zu minimieren. Eine Antwort erwartet die CDU auch auf die Frage, ob zur Verfügung stehende Haushaltsmittel im Ordnungsbereich erhöht werden müssten. sch/red