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ADG-Neujahrsempfang mit zahlreichen Gästen

Archivartikel

Aktionsgemeinschaft Mannheim Ost: Im nächsten Jahr feiert der Verein sein 40-jähriges Bestehen

Zum Neujahrsempfang der Aktionsgemeinschaft Mannheim Ost (ADG), die im nächsten Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert, kamen neben Vereinsmitgliedern auch zahlreiche Gäste aus der Kommunalpolitik sowie Vertreter der Feuerwehr und Kirche in die Fechthalle des TSV Mannheim 1846.

„Die ADG ist ein starker Gewerbeverein“, lobte Stadtrat Holger Schmid (ML). Das sei nicht immer so gewesen, erinnerte Schmid an die wechselvolle Geschichte. „Doch Vorsitzender Ralf Knapp hat ein gut bestelltes Feld übernommen von seiner Vorgängerin Christiane Fuchs.“ In den 40 Jahren hätten sich immer Ehrenamtliche gefunden, wobei die ADG es nicht ganz so einfach habe wie die Gewerbevereine in den anderen Stadtteilen. Die Gewerbetreibenden vor Ort kämpften gegen die Konkurrenz aus dem Internet und aus der Innenstadt. Der Mannheimer Gemeinderat habe bei seinen letzten Haushaltsberatungen gute Kompromisse gefunden, auch beim Schwerpunkt Vororte. Nicht nur die Zuschüsse für den Sport seien erhöht worden, sondern auch für die Gewerbevereine wie die ADG, die durch zahlreiche Veranstaltungen das Leben in den Stadtteilen bereicherten.

Dank des Vorsitzenden

ADG-Vorsitzender Ralf Knapp dankte seinen Vorstandsmitgliedern und allen, die den Verein im vergangenen Jahr unterstützt hatten, sowie Feuerwehr, Polizei und Ordnungsdienst. Doch Knapp hob trotz allem den Zeigefinger: Weniger begeistert seien sie von den Knöllchen, die im Moment überhandnähmen. „Wohnungseigentümer kriegen keinen Besuch mehr, da keine Parkplätze da sind und wenn, dann bekommen sie ein Knöllchen“, so Knapp. Er wünschte sich „eine etwas weichere Vergabe, außer an Kreuzungen“. Ein Ärgernis sei auch das Thema Fahrradfahren: „Radfahren ist gesund, doch die Fahrradfahrer sollen sich bitte auch an die Verkehrsregeln halten und nicht auf den Gehwegen, Grünanlagen und über die rote Ampel fahren“. Manche Politiker, die meinten, Fahrradfahren sei das Beste, sollten auch mal daran denken, dass viele Autofahrer ihr Fahrzeug zur Arbeit bräuchten.

Ein Drama erster Ordnung sei zudem die marode Hochstraße in Richtung Ludwigshafen. Nicht nur weil Elektriker, Partyservice und Pflegedienste, die im Auto ihr Werkzeug haben, nicht mehr durchkommen, sondern auch ihre Kunden aus der Pfalz, was auf die Dauer geschäftsschädigend sei. Knapp kritisierte die langen Planungsphasen. imp/ost