Sonderthema

Der Frühling wird im Herbst gepflanzt

Archivartikel

Pflanzzeit: Blumenzwiebeln kommen bis Ende November in die Erde

Tulpen, Narzissen, Krokusse, Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen, Zierlauche – die Liste der bekannten und beliebten Frühjahrsblüher ist lang. Gepflanzt werden ihre Blumenzwiebeln und Knollen bereits im Herbst, denn die runden Kraftpakete brauchen die Kälte des Winters für ihre Entwicklung. Zu warm darf es allerdings auch nicht sein. „Solange die Bodentemperaturen über dreizehn Grad liegen, können die Wurzeln der Zwiebeln nicht gut wachsen“, erklärt Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veekl. „Besonders Tulpen sind da empfindlich. Sie sitzen dann ‚untätig‘ im Boden und sind anfällig für Pilze und Krankheiten, die bei höheren Temperaturen noch sehr aktiv sind. Das wirkt sich natürlich negativ auf die Qualität der Blüte im Frühjahr aus.“ Von Ende September bis in den späten November können die Frühjahrsblüher gepflanzt werden.

Auch jetzt kommen noch Pflanzen in die Erden, an denen man sich in diesem Jahr noch erfreuen kann, wie der Zweifarbige Zierklee. „Idealerweise setzt man die Knollen in einen Tontopf mit Wasserabzugsloch und einer Mischung aus Blumenerde mit Sand und/oder Lehm. Anschließend kommt dieser nach draußen an einen kühlen hellen Ort. Und keine Sorge: Der Zweifarbige Zierklee hält Regen und Kälte aus. Selbst einige Nächte mit frostigen Temperaturen sind kein Problem. Nur dauerhaftes im Wasser stehen vertragen sie nicht“, so van der Veek. Schon wenige Wochen nach der Pflanzung zeigen sich die ersten kleinen, handförmigen Blätter, im November schließlich die ersten Knospen. Bis zum Jahreswechsel kann man sich an den fröhlichen, trichterförmigen Blüten erfreuen. Man kann sie auch für einige Zeit ins Haus holen. Dort entwickeln sie zwar längere Stiele, blühen aber ebenfalls monatelang. Tabu sind dann Stellplätze in der Nähe eines Ofens oder der Heizung. fluwel