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„Die Gunst der Stunde nutzen“

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Schlör & Faß: CO2-Steuer vermeiden und sich gleichzeitig eine hohe Förderung sichern

Ab Januar kommenden Jahres gilt die CO2-Bepreisung auch für alle privaten Verbraucher. Mit diesem energiepolitischen Instrument will die Bundesregierung die klimaschädlichen CO2-Emissionen senken und all jene, die sie verursachen, zur Kasse bitten. Das bedeutet, dass durch die neue Abgabe Heizöl, Erdgas, Diesel und Benzin teurer werden.

Für die kommenden fünf Jahre wurde die Entwicklung der Steuer so festgelegt, dass sie von 25 Euro pro Tonne im Jahr 2021 mit jährlichen Erhöhungen um fünf bis zehn Euro auf 55 Euro in 2025 steigt. Ab 2026 sind die Preissteigerungen von den jährlichen Emissionen abhängig.

„Dies wird sich unter anderem dort deutlich auf die Kosten auswirken, wo für Heizung und Warmwasserbereitung fossile Energieträger genutzt werden“, sagt Steffen Schlör, Geschäftsführer der Speyerer Schlör & Faß GmbH.

Am Beispiel einer Gasheizung mit einem Ausstoß von 247 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde ergeben sich bei einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden pro Jahr etwa 4,94 Tonnen CO2. Das bedeutet Mehrkosten von rund 125 Euro im nächsten Jahr und 270 Euro im Jahr 2025.

Für eine Ölheizung fallen deutlich höhere Mehrkosten an, denn der Brennstoff weist eine sehr viel schlechtere Klimabilanz auf.

„Hausbesitzer, die auf erneuerbare Energien umsteigen möchten, und dann auch die CO2-Bepreisung für Öl und Gas umgehen, sollten die Gunst der Stunde nutzen“, so der Energieexperte. Denn wer noch in diesem Jahr einen Förderantrag stellt, komme in den vollen Genuss der derzeit hohen BAFA-Fördermittel. Da die Umsetzung der Maßnahme erst innerhalb von zwölf Monaten erfolgen muss, lässt sich die Heizung im kommenden Jahr ganz entspannt austauschen. Wichtig ist, dass der Antrag vor Auftragsvergabe gestellt werden muss.

Die Vorteile des Umstiegs auf erneuerbare Energien liegen klar auf der Hand: Modernisierungswillige können nicht nur bis zu 45 Prozent Förderung erhalten und der jährlich steigenden CO2-Bepreisung für Öl und Gas entgehen, sondern darüber hinaus die Heizkosten spürbar senken, den Wert ihrer Immobilie steigern und einen wertvollen Klimabeitrag leisten. red/Bild: Deutsches Pelletinstitut GmbH