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Die Neuvermietung – eine Herausforderung für ältere Eigentümer

Archivartikel

Haus & Grund: Unterstützung bei der Prüfung des künftigen Mieters

Rund 60 Prozent aller Mietwohnungen werden von sogenannten Kleinvermietern angeboten. Das bedeutet von privaten Haushalten, die sich nicht hauptberuflich mit der Vermietung von Immobilien beschäftigen, aber dennoch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielen.

Insgesamt bieten private Kleinvermieter um die 15 Millionen Wohnungen in Deutschland an. Besonders viele gibt es in Baden Württemberg – hier liegt die Quote bei 15,1 Prozent. Das hat eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft aus dem Jahr 2017 ergeben. Interessant und auffällig ist hierbei: Das Alter privater Vermieter liegt mit durchschnittlich 59,8 Jahren deutlich über dem der übrigen privaten Haushalte. 28 Prozent der Kleinvermieter sind sogar über 65 Jahre alt. Folgerichtig stellen Rentner mit 38,85 Prozent auch mit Abstand die größte Gruppe im Berufs-und Familienstatus dar, wobei in vielen Haushalten das vermietete Wohneigentum einen wesentlichen Beitrag der Altersvorsorge ausmacht. Oft geht es sogar um die einzige Vermögensanlage der älteren Generation. Dementsprechend wichtig ist es, diese nicht nur in ihrem Wert zu erhalten, sondern wirtschaftlich so zu agieren, dass die theoretisch zu erzielende Rendite auch tatsächlich realisiert wird.

Was diese Statistik nicht klar sichtbar macht: Die Vermietung von Wohnraum kann für ältere Vermieter auch ein hohes Risiko bedeuten. Man gibt einen Wertgegenstand im fünf- bis sechsstelligen Eurowert in fremde Hände, also an Personen, die man überhaupt nicht kennt. Dessen ist man sich oft gar nicht bewusst und deshalb ist Vorsicht geboten.

Ältere Eigentümer sind in der Regel keine „Vermietungsprofis“ und sie können die Tücken des Mietrechts nicht kennen. In Zeiten des Internets und dem aktuell völlig überhitzten Wohnungsmarkt sollte man sich deshalb in jedem Fall vor Abschluss einer rechtswirksamen Bindung Rechtsrat einholen oder noch besser: Man lässt sich gleich von Beginn an professionell unterstützen.

Nicht selten ist für ältere Menschen bereits der Umgang mit dem Internet eine Herausforderung. Hinzu kommt die Flut der Bewerbungen, bei denen von vornherein feststeht, dass 80 Prozent aus den verschiedensten Gründen nicht infrage kommen. Dies ist für viele mit Überforderung einhergehend, welche die Gefahr birgt, dass der Überblick verloren geht und sich letztlich für den „falschen“ Mieter entschieden wird – meist mit fatalen Folgen.

Die Vorteile einer professionellen Unterstützung liegen deshalb auf der Hand: Man spart Zeit bei der Suche und erhält eine professionelle Prüfung des künftigen Mieters. Dazu kommt ein anwaltlich abgesicherter Mietvertrag, der auf die speziellen Wünsche angepasst wird und einem marktgerecht ermittelten Mietpreis enthält. Gleichzeitig wird für die Zahlung der Kaution und für eine rechtssichere Wohnungsübergabe gesorgt.

Klar ist aber auch: Eine Garantie dafür, beim Vermieten niemals Probleme zu bekommen, gibt es nicht. Aber man kann die beruhigende Gewissheit mit nach Hause nehmen, dass alles Mögliche getan wurde, um zukünftigen Problemen vorzubeugen. Kommen solche zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem auf, wird es bei einem solide ausgefertigten Mietvertrag gegebenenfalls mithilfe des örtlichen Haus & Grund-Verbands leichter fallen, die aufkommenden Fragen im Sinne des Vermieters zu lösen. imp/pr