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Erleichterung bei Eltern und Lehrern groß

Archivartikel

Betreuung: Schillerschule Bürstadt bekommt nach langer Anlaufphase neue Mensa

Auf die Schillerschüler wartet eine große Veränderung im Schuljahr 2018/2019: Sie bekommen eine neue Mensa. "Mit der Aufnahme in den Pakt für den Nachmittag haben sich unsere Teilnehmerzahlen erhöht", erklärt Schulleiter Torsten Wiechmann die Notwendigkeit. Außerdem gibt der Kreis für das Betreuungsprogramm ein bestimmtes Raumkonzept vor."

Bisher essen 150 Kinder in einem umfunktionierten Klassensaal. Im Schuljahr 2018/19 können sie das - wenn die Bauarbeiten nach Zeitplan verlaufen - in der eingeschossigen, barrierefreien Mensa tun. Geplant ist ein 36 Meter langes und 14 Meter breites Gebäude mit Satteldach, das sich zum Schulhof hin öffnet. Auf einer Gesamtfläche von rund 500 Quadratmetern verteilen sich die neu möblierte Mensa mit Ausgabeküche und Tresen sowie diverse Lagerräume, Umkleideräume und Aufenthaltsräume fürs Personal. "Wir bieten den 140 bis 150 Kindern, die künftig hier essen werden Cook & Chill an, das heißt, gefrorenes Essen, das hier aufgewärmt wird", sagt Wiechmann. Die Schule könne die Küche also leider nicht als Lehrküche nutzen. Vorgesehen ist, den Raum mit Medien auszustatten, um ihn auch anderweitig verwenden zu können.

Dabei ist die neue Mensa erst der Anfang einer Generalsanierung des gesamten Schulkomplexes. "Die Schule ist in die Jahre gekommen", sagt der Schulleiter. Ursprünglich sei sie in den 60er Jahren als weiterführende Schule konzipiert worden und daher nicht ganz zweckmäßig. "Außerdem haben wir einen größeren Platzbedarf."

Mit dem Bau der Mensa verkleinert sich zunächst der Schulhof. "Als Ausweichfläche steht die Grünanlage an der Siegfriedstraße zur Verfügung", erläutert Wiechmann. "Wenn die Pavillons dann abgerissen werden, ist wieder mehr Platz", gibt er einen Ausblick. Nach dem ersten Spatenstich am 28. Juni gingen in den großen Ferien die geräuschintensivsten Arbeiten vonstatten: Baggeraushub und Bodenplatte legen. Der Neubau der Mensa solle sich gut ins Gesamtkonzept einfügen, so das Versprechen der Architekten. Die Kosten für die Generalsanierung plus Mensaneubau werden vom Kreis getragen.

"Die Erleichterung bei den Eltern ist groß, weil sich nun endlich etwas tut", erklärt Wiechmann. Nachdem sich die Eltern für den Pakt ausgesprochen hätten, sei bezüglich des Mensabaues lange nichts passiert. "Das Ausschreibungsverfahren war so komplex. Jetzt sind wir aber froh, dass die Arbeiten voranschreiten, auch wenn wir uns natürlich auf Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten einstellen." Tanja Rühle