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Kennenlernen leicht gemacht

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rnv: Job-Speed-Dating mit der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH am Samstag, 21. März

Mannheim.Auf einer Bahnfahrt durch Mannheims Innenstadt informiert die rnv über gewerblich-technische Berufe, den Fahrdienst, und die Ausbildung beim größten Verkehrsunternehmen der Region.

An einem normalen Werktag gelangen mit der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) rund eine halbe Million Fahrgäste sicher und bequem zur Arbeit, zur Universität, in die Schule oder zum Shoppen. Über 2300 Beschäftigte arbeiten jeden Tag daran, dass die Menschen im Herzen der Metropolregion Rhein-Neckar „mit gutem Gefühl unterwegs“ sind. Damit entlastet die rnv die Straßen und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz, zu sauberer Luft und weniger Lärm. Mit steigender Bedeutung des ÖPNV wachsen auch die Anforderungen an das Unternehmen und die Beschäftigten. In Zeiten von annähernder Vollbeschäftigung und Fachkräftemangel setzt die rnv daher auf eine hochwertige Ausbildung und innovative Bewerbungsformate, um ihren Bedarf an qualifizierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu decken.

Hohe Nachfrage

Bereits im Oktober 2019 fand das erste rnv Job-Speed-Dating statt. Die Idee: Jobinteressentinnen und -interessenten lernen den potenziellen Arbeitgeber rnv direkt und unkompliziert auf der Strecke persönlich kennen. Erst danach kommen die Bewerbungsformalitäten. Auf dem Weg zum Kennenlerngespräch kommt das Unternehmen Interessenten entgegen: Mit einer Straßenbahn, die auch optisch für die rnv als Arbeitgeber wirbt, fährt sie mehrere Stunden lang durch die Mannheimer Innenstadt und nimmt stündlich Fahrgäste für neue Gespräche auf. Die Premiere im vergangenen Jahr verlief mehr als erfolgreich. Rund 120 „Einsteiger“ folgten im Laufe des Tages der Einladung zum Kennenlernen und stiegen am Paradeplatz zu. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der rnv warteten bereits in der Bahn, um Fragen zu beantworten, Einblicke in Ausbildungs- und Arbeitsbereiche zu geben und einen ersten Blick in Bewerbungsunterlagen zu werfen. Für immerhin die Hälfte der Bewerber führte das Kennenlernen zu einem Vorstellungsgespräch.

Aus der Straßenbahn in die Straßenbahn

Für einige der Speed-Dating-Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde der Einstieg beim Job-Speed-Dating zum Einstieg bei der rnv. Onur Akyürek, 23 Jahre, hat im Dezember 2019 eine Ausbildung zum Straßenbahnfahrer begonnen. „Ich habe eine Anzeige auf Facebook gesehen und recht spontan am Job-Speed-Dating teilgenommen“, berichtet er. „Ich fand die Idee super, denn so reicht man nicht einfach eine Bewerbung ein und muss auf eine Antwort warten, sondern bekommt gleich Feedback.“ Mit der Personalabteilung konnte er in einem ersten Gespräch direkt die erforderlichen Voraussetzungen für die Ausbildung im Fahrdienst klären. „Danach konnte ich mit einem Fahrlehrer ganz konkret über die Ausbildung sprechen.“ Zwei Wochen später fand das Vorstellungsgespräch statt, bereits zwei Monate später wurde Onur Akyürek offiziell zum Mitarbeiter der rnv. Derzeit erlernt er als Fahrschüler in der hauseigenen Fahrschule das theoretische und praktische Wissen, um nach rund vier Monaten Fahrgäste befördern zu können. Jobsuchenden rät er, keine Scheu zu haben. „Ich empfehle, auf jeden Fall einmal beim Job-Speed-Dating mitzumachen. Es gibt einem die Möglichkeit, sich direkt persönlich vorzustellen, auszutauschen und nicht nur eine schriftliche Bewerbung einzureichen.“

rnv als Arbeitgeber

Die Nachwuchsgewinnung und -förderung sind dem Unternehmen wichtig. Im Jahr 2018 hat die rnv gleich zwei eigene Ausbildungseinrichtungen eröffnet, die in der Branche Maßstäbe setzen: Angehende Straßenbahnfahrerinnen und Straßenbahnfahrer können seitdem in einem deutschlandweit einzigartigen Fahrsimulator den Fahrdienstalltag trainieren, bevor es mit echten Fahrzeugen auf die Strecke geht. Nicht virtuell, sondern ganz real wird zudem in der rnv-Ausbildungswerkstatt auf dem Betriebshof in Ludwigshafen gearbeitet. Auszubildende in gewerblichen Berufen können hier unter Anleitung erfahrener Ausbilder ganz praktisch tätig werden und an echten Weichen, Motoren und Fahrgestellen Hand anlegen.

Einstieg mit guten Aussichten

Auf dem Fahrersitz eines Busses oder einer Straßenbahn hat schon so manche rnv-Karriere begonnen. So erinnert sich der Kaufmännische Geschäftsführer, Christian Volz, an seine Studentenzeit, in der er als Aushilfsfahrer bei einer Vorgängergesellschaft der rnv Straßenbahn fuhr: „Das ist anders, als in der vorlesungsfreien Zeit zu kellnern oder Post auszutragen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, was für ein gutes Gefühl es ist, jeden Tag Menschen an ihr Ziel zu bringen und einen ganz wichtigen Teil des alltäglichen Lebens in unseren Städten mitzugestalten.“ Auch Personalchef und Prokurist Steffen Grimm hat im Laufe seines Berufslebens schon im Fahrerstand Platz genommen: „Das war eine wichtige Lektion in Sachen ‚Verantwortung übernehmen’. Der ÖPNV wird in den nächsten Jahren noch wichtiger werden. Dafür brauchen wir vor allem motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diesen Weg mit uns gemeinsam beschreiten wollen.“ Ein Einstieg bei der rnv, wie Christian Volz und Steffen Grimm ihn hatten, sei auch weiterhin möglich. Jedes Jahr in den Sommersemesterferien wird ein eigener Ausbildungskurs für sogenannte studentische Wagenführer durchgeführt. red