Sonderthema

Kickstart in die berufliche Zukunft

Archivartikel

Duale Ausbildung: Es muss nicht immer der akademische Bildungsweg sein

Seit vielen Jahrzehnten ist die duale Ausbildung eine wichtige Quelle für den Fachkräfte-Nachwuchs in deutschen Unternehmen. Ihr Erfolg basiert darauf, dass die schulische Qualifikation im Zusammenspiel mit der betrieblichen Ausbildung junge Menschen umfassend auf ihre spätere berufliche Tätigkeit vorbereitet.

In einer Welt, die sich durch die Digitalisierung in allen Lebensbereichen permanent verändert, bietet eine duale Ausbildung den Start in ein erfolgreiches Berufsleben. Nach dem Abschluss bieten sich zudem zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Sei es durch die weitere Qualifizierung innerhalb des eigenen Berufsbildes oder auch durch den Wechsel in eine andere Disziplin.

Leider sind diese vielfältigen Möglichkeiten bei der Berufswahl den Schülern, aber auch ihren Eltern und Unterstützern nicht immer bekannt. Das Resultat ist die Sorge, dass den jungen Menschen eine erfolgreiche Karriere verwehrt bleibt, weil sie keinen akademischen Bildungsweg einschlagen. Eine Sorge, die unberechtigt ist. Das deutsche Bildungssystem ist durchlässig: Wenn ein junger Mensch einen Realabschluss erwirbt und im Anschluss eine Ausbildung absolviert, hat er später immer noch die Möglichkeit, einen höheren Schulabschluss zu erwerben und zu studieren, oder sogar mit einigen Jahren Berufserfahrung direkt ein Hochschulstudium zu beginnen. Zudem sind die Wege für eine Weiterqualifizierung im Rahmen der eigenen beruflichen Tätigkeit vielfältig.

Mit Vollgas in den Beruf

Die duale Ausbildung ist der Kickstart in den Beruf. Von Beginn an sind die Auszubildenden eingebunden in den betrieblichen Alltag, arbeiten mit und kommen gegebenenfalls mit Kunden in Kontakt. Sie sind Lernende und doch schon junge Mitarbeiter, die für sich und ihr Tun Verantwortung tragen. Der Schritt von der Schulbank ins Unternehmen ist aufregend und vielleicht ein wenig beängstigend. Doch er zahlt sich aus, denn die Auszubildenden wachsen schnell mit ihren Aufgaben.

Einen Königsweg für den Start in den Beruf gibt es nicht. Vielmehr sollten die jungen Menschen herausfinden wo ihre Stärken liegen und sich nach ihren Wünschen und Vorstellungen entscheiden, ob eine Ausbildung für sie das richtige ist. Bei der Entscheidung helfen Praktika – in den Ferien oder nach dem Schulabschluss –, die Einblicke in Unternehmen und Berufsbilder geben.

Man lernt nie aus

Wichtig ist die richtige Einstellung zum Lernen. Allen muss bewusst sein, dass Lernen nicht mit einer formellen Qualifikation beendet ist. Die Bereitschaft immer weiter zu lernen, die Offenheit für Veränderung und eine gesunde Neugier werden darüber entscheiden, ob man beruflich erfolgreich sein und vor allem daran Spaß haben wird. red /pr