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Lebendige Tradition im modernen Gewandt

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Sonnengruß, Krieger und Kobra: Den richtigen Yoga-Kurs finden

Am 19. Juni ist der internationale Tag des Yoga. Ein guter Anlass, den Trend aus Indien etwas genauer unter die Lupe zu nehmen:

Die Lehre des Yoga beinhaltet sowohl geistige als auch körperliche Übungen. Neben körperlich anspruchsvollen Formen, gibt es auch solche, die eher auf Entspannung zielen. Gemeinsam haben sie alle die Suche nach der Einheit von Körper und Geist. Wie Yoga umgesetzt wird variiert dabei. So konzentrieren sich modifizierte Variationen wie Power-Yoga besonders auf Fitness und Ausdauer, während das Kundalini-Yoga auf Atemübungen und Meditation ausgelegt ist. Um die richtige Yoga-Form für sich zu finden, ist es daher ratsam sich vorher zu fragen, welches Ziel mit dem Yoga verfolgt werden soll.

Im Mittelpunkt der meisten Yoga-Schulen stehen die Körperübungen, die so genannten Asanas. Diese trainieren Kraft, Flexibilität und Gleichgewicht. In der Regel werden außerdem Entspannungs-, und Atemübungen sowie Meditationen durchgeführt. Von der Theorie Ausgehend, dass Yoga dabei hilft, unbekannte Seiten seines Selbst zu erkennen, kann es sinnvoll sein, etwas Neues und Ungewohntes zu wagen. Wer also dazu neigt, sich zu überanstrengen oder zu stark zu fordern, sollte eine sanftere Methode wählen. Wer hingegen oft den bequemsten Weg geht, kann ruhig eine herausfordernde Methode versuchen.

Die wohl bekannteste Form des Yoga ist das Hatha-Yoga. Der traditionelle Stil wird dabei meist in leicht abgewandelten Varianten gelehrt. Sanfte und kraftvolle Techniken und dynamische Körperhaltungen, werden so ebenso angewendet, wie verschiedene Atemübungen. Die Techniken des Hatha-Yogas setzen dabei alle beim Körper an und führen weiter über den Atem zum Geist.

Eine besonders körperliche Form des Yogas, ist das Ashtanga-Yoga, dass auch unter dem Namen Power Yoga an angeboten wird. Die Übungen bestehen zumeist aus einer festgelegten Reihenfolge, die sich mit verschiedenen Bewegungselementen und gezielten Atemübungen verbindet. Durch das bewusste Atmen verbindet diese Yoga-Form körperliche Anstrengung mit Meditation.

Das Sivananda Yoga legt seinen Schwerpunkt auf den meditativen und spirituellen Aspekt des Yoga. Das besondere Augenmerk der Übungen liegt auf den zwölf Asanas der Rishikesh-Reihe, die immer in der gleichen Reihenfolge ausgeführt werden. Diese Körperübungen sind teilweise sehr anspruchsvoll. Da der Fokus bei der Ausführung der Übungen jedoch auf Atmung und Energiezentren liegt, wird eine innere Ruhe erreicht. Mantren und Gebete ergänzen diesen Yoga-Stil.

„Jeder Mensch kann Yoga üben - solange er atmet“

Trotz ihrer Unterschiede, haben alle Formen gemein, dass sie Koordinationsfähigkeit, Flexibilität, Kraft und Ausdauer stärken. Zudem kommt der Stoffwechsel in Schwung, wodurch Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems vorgebeugt wird. Auch bei Problemen mit der Rückenmuskulatur, der Verdauung oder während des Schlafens kann mit Yoga eine Verbesserung erreicht werden. Eine Altersbeschränkung gibt es hierbei nicht. Yogaguru Sri Pattabhi Jois war sich daher sicher: „Jeder Mensch kann Yoga üben - solange er atmet.“ kt