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Mit Yoga zum Glück finden

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Durch die Einheit von Körper und Geist Stress abbauen

Wenn die Nerven blank liegen, der Blutdruck steigt und der Schlaf sich nicht finden will, ist es Zeit zu handeln. Auch wenn die Symptome nicht gravierend sind, oder nur kurze Zeit andauern, sollten sie nicht abgetan werden, da dies erste Anzeichen von erhöhtem Stress sind. Statt jedoch Tabletten und Beruhigungsmittel einzunehmen, kann auch Yoga zu einem entspannten Lebensalltag führen.

Die Technik des Yoga wird bereits viele tausend Jahre lang praktiziert, um im Einklang mit sich selbst zu leben. Während früher nur wenige Eingeweihte die Kunst des Yogas praktizieren konnten, gehört es heute zum Lebensgefühl vieler. Die Suche nach der Einheit aus klarem Geist und kräftigem Körper wird dabei letztlich auch zu einer Suche nach sich selbst.

Yoga: Das bedeutet sich besinnen, die Muskeln dehnen und die Hektik des Alltags mit jedem Atemzug und jeder Bewegung hinter sich zulassen. In einer Yoga-stunde geht es um Ruhe, Konzentration, körperliche Gesundheit und innere Balance. Je intensiver die Beschäftigung mit dem eigenen Körper und den sogenannten Asanas, den Yoga-Positionen, desto eher tritt alles andere in den Hintergrund.

Wie funktioniert Stressabbau durch Yoga? Modernes Yoga verbindet bewusste Atmung mit einem genau aufeinander abgestimmten Bewegungsablauf. Dieser von außen nach innen fließende Prozess wirkt sich auf das Bindegewebe und das Nervensystem aus.

Bei regelmäßiger Yoga-Praxis wird im Gehirn der Botenstoff Gamma-Aminobuttersäure (GABA) ausgeschüttet. GABA dämpft die Erregbarkeit der Nervenzellen im Gehirn und senkt so Angst- und Panikgefühle. Gleichzeitig nimmt die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol ab. Benzodiazepine, die oftmals in Beruhigungsmitteln enthalten sind, haben einen ähnlichen Effekt auf das Gehirn. Mit Yoga kann man den Körper daher unterstützen, in ein natürliches Gleichgewicht zurückzukehren.

Yoga als Heilmethode bei Gesundheitsproblemen

Yoga und Meditation können einen wichtigen Teil der Krankheitsvorsorge bilden. Vor allem bei Durchblutungs- und Schlafstörungen, Depressionen, Kopf- und Rückenschmerzen sowie Stress ist Yoga eine anerkannte Heilmethode. Auch zahlreiche Krankenkassen setzen für den präventiven und aktiven Stressabbau auf diese Technik und subventionieren ihren Kunden Kurse. Von Ärzten wird Yoga besonders gerne bei nervösen Empfindlichkeiten, bei Überbelastungen, die sogar Richtung Burn-out gehen, oder auch bei psychischen Störungen empfohlen.

Die Bewegungsabläufe des Yoga sollten hierbei, zumindest zu Beginn, von einem erfahrenen Trainer begleitet werden, um Verletzungen und Verspannungen vorzubeugen. Nur so kann der bestmögliche Nutzen aus den Übungen gezogen werden. kt