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Naturverbundenheit auch nach dem Tod

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Bestattungsvorsorge: Beisetzung im Wald planen

Immer mehr Menschen entschließen sich schon zu Lebzeiten dafür, sich in freier Natur unter einem Baum bestatten zu lassen. Doch wie kann eine Bestattungsvorsorge aussehen und auf welche Weise lässt sich eine Beisetzung mit einer Trauerfeier in einem Wald vorbereiten?

Eine Führung durch einen Förster ist eine gute Möglichkeit, das Konzept einer Baumbestattung kennenzulernen. Eine Stunde lang geht es in einer Gruppe durch den Wald. Dabei werden die unterschiedlichen Grabarten vorgestellt, also die Möglichkeit, sich einzelne Plätze unter einem gemeinschaftlich genutzten Baum oder auch einen ganzen Baum mit mehreren Plätzen für die Familie oder einen Freundeskreis auszusuchen. Außerdem können alle Fragen zur Trauerfeier gestellt werden.

Mancher weiß auf den ersten Blick, an welchem Baum der richtige Platz für die spätere Ruhestätte sein wird. Andere möchten mit der Familie einen speziellen Termin für die Auswahl vereinbaren. Ist die Entscheidung gefallen, wird in einem Vertrag die Bestattungsvorsorge festgehalten. Als Nächstes wird die Urkunde über das Nutzungsrecht für den Baum ausgestellt, zudem gibt es eine Baumkarte und einen Lageplan. So kann man selbst und spätere Besucher den Baum jederzeit gut wiederfinden.

Einen Bestatter seines Vertrauens kann sich jeder selbst aussuchen – oder auch für einen Verstorbenen, sofern dieser hierzu keine Wünsche geäußert hat. Der Experte berät auch zu möglichen Zeremonien im Wald. So wird etwa bei christlichen Bestattungen der erste Teil der Trauerfeier oft am Andachtsplatz im Wald abgehalten. Von dort aus begleitet der Förster die Hinterbliebenen und bringt die Urne zur Grabstelle. Genauso kann der Abschied auch ohne kirchlichen Beistand, mit einem Trauerredner oder nur im Familien- und Freundeskreis gestaltet werden. djd/imp