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Neuer Experte für die „Chirurgie Viernheim-Ladenburg“

Archivartikel

Personalie: Dr. med. Volker Herrwerth verstärkt Gemeinschaftspraxis / Unfallchirurg, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Spezialist für Gelenkeingriffe

Nach mehr als zwei Dekaden hat Dr. med. Hartwig Denkel nach einem erfüllten Berufsleben als Teil der Gemeinschaftspraxis „Chirurgie Viernheim“ im August dieses Jahres den verdienten Ruhestand angetreten. Als versierter und menschlicher Arzt hat er die Chirurgie am Viernheimer St. Josef-Krankenhaus mitgeprägt und vorangebracht. Diesen Weg der stetig steigenden Expertise und Qualität führt nun sein Nachfolger, der neue Partner der Chirurgischen Praxis, Dr. med. Volker Herrwerth, konsequent fort.

Der Experte im Interview

Der nach dem Studium in Heidelberg seit 1998 approbierte Arzt war nach Stationen in Ludwigshafen und Mosbach ab 2006 als Oberarzt in der Unfall- Hand- und Wiederherstellungschirurgie Worms tätig. Von 2012 bis 2019 wirkte er als Oberarzt in der Abteilung für Unfall- und Sporttraumatologie unter den Chefärzten Dr. med. R. Kiss und zuletzt Prof. Dr. med. G. Zimmermann am Theresienkrankenhaus. Seit 2003 ist Dr. Herrwerth als Facharzt für Chirurgie anerkannt. 2006 folgte die Anerkennung der Schwerpunktbezeichnung Unfallchirurgie. Im Jahr 2008 schließlich erlangte er die Anerkennung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und die Zusatzbezeichnung Spezielle Unfallchirurgie. Daneben darf der erfahrene Arzt die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin führen und ist von der Deutschen Assoziation für Fuß- und Sprunggelenk als Fußchirurg zertifiziert. Im Interview stellt sich der sympathische Chirurg vor.

Herr Dr. med. Herrwerth, wie kam es für Sie zu der Entscheidung, in die Gemeinschaftspraxis „Chirurgie Viernheim“ einzutreten und Belegarzt am St. Josef-Krankenhaus zu werden?

Dr. med. Volker Herrwerth: Im Berufsleben, besonders sicher in dem eines Chirurgen, kommt man an Scheidewege. Als Oberarzt trifft man viele relevante Entscheidungen im Klinikalltag und doch ist man nicht die letzte Instanz. Mit zunehmender Erfahrung, dem über die Jahre erworbenen Wissen und dem stetigen Streben nach Verbesserung freut man sich über die Gelegenheit, selbst zu gestalten. Zudem bestanden schon über Jahre gute Kontakte in die Praxis, eine Vertrauensbasis war gegeben. Zudem hat die selbstständige Tätigkeit als Belegarzt einen besonderen Reiz durch die persönliche Bindung zu den Patienten. Man stellt die Diagnose, gegebenenfalls die Indikation zu einer Operation. Man führt den Eingriff persönlich aus, betreut die Patienten im Krankenhaus oder ambulant in der Praxis bis zum hoffentlich erfolgreichen Abschluss. Das ist ein großer Unterschied zur Arbeit in einer großen Klinik.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte?

Herrwerth: Als spezieller Unfallchirurg, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Durchgangsarzt habe ich natürlich ein sehr breites Spektrum anzubieten. Nicht nur die Akuttraumatologie, also die Versorgung von Knochenbrüchen und sonstigen Verletzungen, sondern auch die operative Versorgung von Verschleißschäden etwa bei Arthrose oder bei Sehnenrissen an der Schulter zählen zu meinem Spezialgebiet. In der modernen Schulterchirurgie etwa kann man heutzutage noch viel mehr Schädigungen minimal-invasiv, also ohne große Schnitte und Narben, versorgen. Letztlich biete ich hier das Komplettpaket bis zur Schulter-endoprothese an. Einen weiteren Schwerpunkt biete ich auf dem Gebiet der Kniechirurgie an. Komplexe Rekonstruktionen, Meniskusnaht, Kreuzbandersatzplastiken oder eine Verlagerung der Kniescheibe bei Fehlbildungen und Schmerzen sind für mich Standard. Ich bin seit Jahren Mitglied in der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA). Als zertifizierter Fußchirurg zählen auch korrigierende Eingriffe am Vor- und Mittelfuß wie etwa bei Hallux valgus zu meinem Portfolio. In den ersten Wochen am St. Josef-Krankenhaus standen auch bereits Endoprothesen von Schulter, Ellenbogen und Hüfte auf dem OP-Plan. Die minimal-invasive AMIS-Methode der Hüftendoprothetik ist ein sehr patientenschonendes Verfahren.

Was können die Patienten von Ihnen erwarten?

Herrwerth: Vom Typ her passe ich gut in das Team unserer Gemeinschaftspraxis, wir verstehen uns, sprechen die gleiche Sprache und können uns aufeinander verlassen. Wir haben großes Vertrauen und wissen um die Expertise der Kollegen. Probleme werden auf kurzem Wege besprochen und gelöst. Natürlich gibt es noch Kleinigkeiten kennenzulernen. Hier und da muss ich mich an das neue Arbeitsfeld gewöhnen, die Abläufe abstimmen. Im Großen und Ganzen läuft es aber schon sehr gut, und das kommt den Patienten zu Gute. Wir sind ein Team, das für die Patienten da ist, und ich bin ein Teil davon. Mit meinem Wissen und meiner Erfahrung bringe ich mich zum Wohle der Patienten ein. Wir – und da kann ich aus dem Brustton der Überzeugung für meine Kollegen sprechen – machen echte Medizin mit Herz und Hand und voller Demut vor der Verantwortung. Medizin ist für uns keine Dienstleistung, sondern Kulturgut. Das leben wir. Dafür stehe ich.

Wo wollen Sie mit der Praxis und dem St. Josef-Krankenhaus in Zukunft hin?

Herrwerth: Die Politik macht den kleinen Kliniken das Leben immer schwerer. Das St. Josef-Krankenhaus hat sich in den letzten Jahren zu einer qualitativ hohen Fachärzteklinik entwickelt, um uns Belegärzten eine gute Basis zu schaffen, unsere Patienten bestmöglichst behandeln zu können. Umso wichtiger ist es, die größtmögliche medizinische Qualität in einem für die Menschen angenehmen Rahmen und das vertrauensvolle und persönliche Arzt-Patientenverhältnis zu pflegen. Alle an unseren Standorten Viernheim und Ladenburg sowie in der Belegschaft des St. Josef-Krankenhauses Arbeitenden wissen um diese Herkulesaufgabe und sind willens, mehr als einhundert Prozent dafür zu geben. Ich selbst fühle mich gut aufgenommen in diese Gemeinschaft und kann bereits Impulse in Richtung breiteres Spektrum und modernste Methoden geben. Die Verwaltung unterstützt mich bei der Einführungen von Neuerungen. Der Blick ist vorwärts gerichtet. Das macht mir Mut und Hoffnung, hier in eine rosige Zukunft zu blicken. imp