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Sich gegenseitig voran bringen

Archivartikel

Unterstützung: In Boards profitieren Unternehmer von einem großen Erfahrungsschatz

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise sind noch nicht abzusehen – sie werden direkt oder indirekt aber beinahe jeden Bürger und jedes Unternehmen betreffen. Unternehmensführer müssen nun oftmals wichtige strategische Entscheidungen für die Firmen und damit auch für alle Mitarbeiter treffen. Dabei sollten und müssen sie sich aber nicht nur auf ihr eigenes Know-how und ihre eigene Erfahrung verlassen. An immer mehr Orten in Deutschland kommen sie in Unternehmerboards zusammen, um sich bei monatlichen Treffen gegenseitig mit ihrem Rat zu unterstützen. Hier gibt es Lösungsimpulse für die gerade anstehenden Fragen – und zwar aus verschiedenen Blickwinkeln und von Unternehmern mit unterschiedlichem Background. Firmenlenker finden hier einen Rahmen, um sich für die Zeit nach der Krise neu aufzustellen – egal ob es um den digitalen Wandel geht, die Führung von Mitarbeitern im Homeoffice oder die Etablierung eines Hygieneplans.

Gemeinsamkeiten finden und pflegen

Die Boards fungieren aber auch als Challenge-Netzwerke. Hier stoßen Unternehmer auf andere, die sie konstruktiv herausfordern, die ihnen Dinge sagen, die sie nicht hören wollen, aber hören sollten – und die sie gerade dadurch voranbringen. Die Erfahrung zeigt: Dies kommt der Innovationskraft und der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts sehr zugute. Dieser gewinnt erheblich an Stärke, wenn Unternehmer sich bei ihren Entscheidungen gegenseitig inspirieren. Die „Beratung auf Augenhöhe“ entstand in Deutschland erst vor wenigen Jahren. Inzwischen greifen bereits über 1000 Unternehmer in etwa 140 Boards auf den Erfahrungsschatz anderer Firmenlenker zurück. Diese sind über das ganze Land verstreut, mit Schwerpunkten in den westdeutschen Bundesländern – inklusive Berlin – plus Sachsen.

Moderator führt durch die Besprechungen

Damit die Boards stringent an ihren unternehmerischen Herausforderungen arbeiten, gibt es einen Moderator, der durch die Besprechungen führt. Jeder Teilnehmer ist aufgefordert, ein aktuelles Thema in die Gesprächsrunde einzubringen. Grundsätzlich lässt sich alles auf die Agenda setzen – vom Krisenmanagement über Vertrieb und Marketing bis hin zum Recruiting. Auch sehr persönliche Themen wie die Nachfolgeplanung können vertraulich zur Sprache kommen. Gut aufgehoben in Unternehmerboards sind Inhaber und Geschäftsführer von kleinen und mittleren Unternehmen, die Entscheidungen überwiegend allein treffen. Der Moderator unterstützt zudem durch individuelle Coaching-Stunden. Darüber hinaus steht den Teilnehmern eine Reihe von unternehmerischen Tools zur Verfügung. djd