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Tausende verfolgen die Premiere

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Rückblick: Gelungener Auftakt in Mußbach

„Es war ein hartes Rennen!“ Das haben mehrere Teilnehmer nach dem erfolgreichen Auftakt der virtuellen Radrennserie Anfang Juni in Mußbach an der Weinstraße gesagt.

Als „Premiere aus der Reihe Pandemie“ bezeichnete Moderator Wolfgang Grünwald vom Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF) die erste von vier Ersatzveranstaltungen. Sie werden anstelle des Corona-bedingt abgesagten BASF-Triathlon-Cups Rhein-Neckar (TCRN) auf der internetfähigen Trainingsrolle (Ergometer) zuhause entschieden.

E-Sprint durch Pfälzer Wald

Das Fazit von Mußbach fiel auch bei TCRN-Geschäftsführer Jürgen Hilberath eindeutig aus: „Gelungen.“ Kein Wunder: Nach seinen Angaben verfolgten rund 5000 Zuschauer den E-Sprint durch den Pfälzer Wald, der im Internet über den Videokanal YouTube und den TCRN-Auftritt bei Facebook als Livestream mitzuverfolgen war.

An den Start gegangen waren Spitzentriathleten wie der spätere Sieger Maximilian Sasserath: Der in Buxtehude geborene Cross-Duathlon-Spezialist hatte 2019 den HeidelbergMan in seiner Studienstadt gewonnen und war mit 27,52 Minuten auch bei der Mußbach-Wertung der schnellste Radler auf der Rolle. Sasserath entschied kürzlich auch das erste virtuelle Radrennen der ebenso geplatzten Triathlon-Bundesliga für sich.

Auf Platz zwei folgte mit Justus Nieschlag (Hildesheim) der zweifache Weltcupsieger, Militärweltmeister und zugleich die aktuell vielversprechendste deutsche Olympiahoffnung für Tokio. Dritter wurde Malte Plappert vom Tri-Team Heuchelberg, der als Physikstudent in Heidelberg unter anderem bei SV Nikar Schwimmen trainiert. An seiner Radsporttechnik feilt er unermüdlich beim SV Leingarten.

Starke Leistungen

„Das ist ordentlich, was die treten“, zeigte sich Hilberath begeistert von Leistungen nahe bei sechs Watt pro Kilogramm Körpergewicht. Dieser Wert gibt die Fähigkeiten bei Sprints und Steigungen wieder: Je höher die gewichtsbezogene Leistung, desto stärker ein Fahrer.

Die Frauenwertung von Mußbach: Anna Manzano (MTG Mannheim, 36,40 Minuten) vor Daniela Baumann (MTG) und Yvonne Miklosch (LSV Ladenburg). pj