Sonderthema

Wer gut hört, bleibt mittendrin

Archivartikel

Hören: Schon minimale Einschränkungen können die Anstrengung beim Verstehen erhöhen

Das kennen viele: Es wird durcheinander geredet und was man gerade verstehen will, ist an der Grenze der Verständlichkeit. Kommen auch noch Geräusche dazu, weiß man gar nicht mehr, was gesagt wurde und wie man darauf antworten soll. Das kann sehr anstrengend sein, muss es aber nicht. Im Rahmen einer umfangreichen Studie äußerten sich Hörsystem-Nutzer zu ihren Hörverbesserungen und den positiven Auswirkungen. Mehrheitlich nannten sie die Erleichterungen bei Gesprächen, die unproblematische Teilnahme an Gruppenaktivitäten und ein größeres Sicherheitsgefühl im Straßenverkehr.

Die Studienteilnehmer waren sich einig, dass sie sich mit ihrem heutigen Wissensstand viel früher für Hörgeräte entschieden hätten. Denn bei 31 Prozent der Befragten wurden die Erwartungen komplett erfüllt, während sie bei 51 Prozent sogar übertroffen wurden. Die positiven Effekte wurden darüber hinaus auch von den Mitmenschen wahrgenommen und bestätigt. Diese Ergebnisse gehen einher mit den Leistungen moderner Hörsysteme und den hochentwickelten Standards bei der individuellen Anpassung durch die Hörakustiker.

Hördefizite führen zu Missverständnissen

Aber warum wird der Wert des guten Hörens immer wieder unterschätzt? Solange der Hörsinn einwandfrei funktioniert, schenken wir ihm wenig Aufmerksamkeit. Das ändert sich erst in schwierigen akustischen Situationen, wenn die volle Konzentration gefordert ist. Wurde alles richtig gedeutet und verstanden? Oder liegen wir völlig daneben und reden aneinander vorbei? Missverständnisse können unangenehm und folgenreich sein.

Wer nicht richtig versteht, wird schnell als uninteressiert, unhöflich oder gar als „schwer von Begriff“ eingeschätzt. Im Arbeitsleben schaden Missverständnisse dem beruflichen Erfolg, im Privatleben dem harmonischen Zusammensein. Dabei sind es sehr oft die Mitmenschen, denen zuerst auffällt, wenn jemand Hördefizite hat. Die Betroffenen selbst bemerken ihre Hörminderungen anfangs kaum und stellen sich sogar ganz allmählich darauf ein. Man nimmt ja auch noch fast alles akustisch wahr. Das bedeutet jedoch nicht, dass man auch alles versteht. Denn die punktuellen Defizite bei bestimmten Tonhöhen beeinträchtigen nachhaltig das Sprachverstehen und erhöhen den Einfluss von Störgeräuschen.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass schon minimale Einschränkungen der Hörleistung die Anstrengung beim Hören und Verstehen im Alltag deutlich erhöhen können. Dadurch treten vermehrt Symptome auf, die auf den ersten Blick gar nicht mit dem Hören zusammenhängen müssen. Das sind Konzentrationsschwierigkeiten, vorzeitige Ermüdung und Antriebslosigkeit, die hingenommen werden, weil es für sie aus Sicht der Betroffenen keine konkreten Ursachen gibt.

Deshalb gilt: Je eher man etwas unternimmt, umso besser. Auf diese Weise können Kommunikationsprobleme und Verschlechterungen der gewohnten Lebensqualität gar nicht erst entstehen. Ein Hörtest durch einen Fachmann liefert objektive Ergebnisse, um gezielt und individuell Maßnahmen zu ergreifen. Hördefizite verschiedenster Ausprägungen lassen sich bei Bedarf mit modernen Hörsystemen effektiv und komfortabel kompensieren.

Fortschritte in der Audiologie

Die Hörakustik ist heute so leistungsfähig wie nie zuvor. Denn die Zukunftsbranche profitiert von enormen Fortschritten, die bei den elektronischen Medien und in der Audiologie gemacht werden, und setzt sie gezielt und lösungsorientiert für die Kunden ein. Das Ergebnis sind bestmögliche Hörergebnisse auch in schwierigen akustischen Situationen. Gutes Hören bedeutet aber nicht allein besseres Verstehen. Es wirkt sich eben auch auf die gesamte Befindlichkeit aus und gibt im Umgang mit anderen Menschen Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein zurück. FGH