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Ausblick Beim Saisonhöhepunkt in Berlin hat DLV-Cheftrainer Gonschinska realistische Ziele gesetzt / 125 deutsche Starter

Acht Medaillen sind die Messlatte

Archivartikel

Berlin.Am Montag startet mit der Heim-EM in Berlin (6. - 12. August) der absolute Saisonhöhepunkt der Leichtathleten. 1572 Teilnehmer aus 49 Nationen umfasst das Feld, 828 Männer, 744 Frauen. Darunter sind 30 neutrale Athleten; es sind Russen, die trotz der Sperre für ihren Verband eine Ausnahmestartgenehmigung erhalten haben.

Wie viele deutsche Starter sind in Berlin zu sehen?

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat 125 Sportler nominiert. Kurzfristig hatte Zehnkämpfer Kai Kazmirek wegen muskulärer Probleme abgesagt, für ihn wurde der Mainzer Niklas Kaul nachnominiert. Zudem hatte Rico Freimuth die Saison wegen mentaler Probleme abgebrochen.

Wer sind die deutschen Titelanwärter?

Diskus-Olympiasieger Christoph Harting zählt ebenso dazu wie Pamela Dutkiewicz (Hürdensprint), Gina Lückenkemper (100 Meter), Gesa Felicitas Krause (Hindernislauf), die Kugelstoßer Christina Schwanitz und David Storl sowie das Speerwurf-Trio mit Thomas Röhler, Johannes Vetter und Andreas Hofmann (MTG Mannheim).

Wie hoch liegen die deutschen Medaillenziele?

Für DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska ist die EM 2014 in Zürich mit acht Medaillen (vier Gold/eine Silber/drei Bronze) der Vergleichswert – und nicht die 16 Plaketten von Amsterdam 2016. „Eine EM vor Olympischen Spielen ist nicht mit dieser zu vergleichen. Es gibt eine andere Konkurrenzsituation, keine festen Medaillenbänke“, erklärte Gonschinska. Insgesamt 188 Medaillensätze liegen bereit.

Welche Ziele sind bei dieser EM für den DLV noch wichtig?

Innovationen und frische Ideen sollen die Leichtathletik künftig attraktiver und telegener machen. „Wir müssen uns besser präsentieren“, forderte DLV-Präsident Jürgen Kessing (Ludwigshafen). „Wir müssen den Kindern wieder die Lust am Laufen, Springen, Werfen vermitteln“, betonte Kessing.

Warum läuft die EM im Rahmen der European Championships?

Die Macher, der Brite Paul Bristow und der Schweizer Marc Jörg, die das Projekt 2011 angeschoben haben, setzen auf den „Aggregationseffekt“: Die Anhäufung und Zusammenfassung von Teilen, die einen größeren Gesamteffekt ergeben als durch die bloße Addition von Übertragungen.

Wer zeigt die Wettbewerbe in den nächsten Tagen?

ARD und ZDF übertragen ab Freitag zehn Tage im Wechsel, es sind über 100 Sendestunden geplant. Auch Eurosport zeigt Bilder. dpa/sko