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Ski nordisch Nur 0,19 Sekunden fehlen zu Platz drei

Ackermann und Dürr machen Mut

Archivartikel

Lienz.Christina Ackermann strahlt, und noch im Zielbereich klatschen sich die deutschen Slalom-Damen nach ihrer starken Team-Vorstellung in Lienz gegenseitig ab. Ackermann als Fünfte und Lena Dürr auf Rang sechs verpassten am Sonntag beim 64. Weltcup-Erfolg von Seriensiegerin Mikaela Shiffrin (USA) nur knapp die Podestplätze. Zur drittplatzierten Michelle Gisin (Schweiz) fehlten Ackermann nur 0,19 Sekunden. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte die 29-Jährige aus Oberstdorf nach ihrem 100. Weltcup-Rennen. „Aber ich ärgere mich auch ein bisschen, dass es wieder so knapp war zum Podium und nicht ganz gereicht hat.“

Erstmals seit fast drei Jahren kamen wieder fünf DSV-Damen in die Top 30 und sammelten Weltcup-Punkte. „Es war eine gute Vorstellung der Mädels. Vor allem von der Art und Weise, wie sie heute Ski gefahren sind, hat mir gefallen. Wenn es öfter so laufen würde, täten wir uns leichter“, sagte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier. Er blickt nun positiver auf das Jahr 2020. „Wenn sie so weitermachen, können sie kontinuierlich vorn unter den ersten 30 bestehen.“

Hinter Ackermann, die Anfang Dezember in Killington als Vierte schon hauchdünn den zweiten Slalom-Podestplatz ihrer Karriere verpasst hatte, und Dürr komplettierten Marlene Schmotz (11.), Marina Wallner (20.) und Jessica Hilzinger (21.) das starke Mannschaftsergebnis in den österreichischen Dolomiten. „Schon in St. Moritz lief es zuletzt ganz gut. Man sieht, dass es aufwärts geht mit unserem Slalom-Team. Ich fühle mich gut und bin wieder im Flow“, sagte Ackermann.

Vor neun Jahren Treppchenplatz

Ihr bislang einziges Top-drei-Resultat holte sie vor neun Jahren in Semmering mit Rang drei. Damals war Maria Höfl-Riesch noch aktiv. Seit dem Karriereende der dreimaligen Olympiasiegerin nach der Saison 2014 waren nur einmal fünf DSV-Fahrerinnen in die Punkte gefahren. Maier gab zu, dass es eine lange Durststrecke war: „Wir hatten nach der Maria eine richtige Delle. Jetzt spürt man, dass bei den Mädels wieder ein Spirit da ist, ein Feuer.“

Dürr, die schon lange als großes Talent gilt, oft aber an ihren Nerven scheiterte, strahlte nach ihrem sechsten Rang: „Das gibt viel Selbstvertrauen. Jetzt geht es wieder leicht und spielerisch.“

Erneut nicht zu schlagen war Shiffrin, die schon am Samstag die Rivalinnen im Riesenslalom deklassiert hatte. Im Slalom verwies die 24-jährige Petra Vlhova aus der Slowakei mit 0,61 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. dpa

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