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Biathlon Bei der WM in Antholz gelten die deutschen Starter als Außenseiter / Hartes Duell zwischen Johannes Thingnes Bö und Martin Fourcade erwartet

Alle Hoffnungen ruhen auf Denise Herrmann

Östersund.In Antholz findet bis zum 23. Februar die Biathlon-Weltmeisterschaft statt. An neun Wettkampftagen geht es um insgesamt zwölf Titel. Das deutsche Team tritt mit sechs Männern und fünf Frauen an. Die wichtigsten Fakten zum Saison-Highlight der Skijäger in Italien.

Was ist das Besondere am Wettkampfort Antholz in Südtirol?

Zum sechsten Mal nach 1975, 1976, 1983, 1995 und 2007 finden die Welttitelkämpfe im italienschen Biathlon-Mekka statt. Die auf über 1600 Meter Höhe gelegenen Strecken sind die höchsten im Weltcup und gelten als anspruchsvoll. Die Südtirol-Arena liegt am Antholzer See.

Wie lief die letzte WM in Östersund für das deutsche Team?

Denise Herrmann gewann Gold in der Verfolgung, Silber in der Mixed-Staffel und Bronze im Massenstart. Zudem krönte sich Arnd Peiffer zum Einzel-Weltmeister, die zurückgetretene Laura Dahlmeier gewann zweimal Bronze – im Sprint und der Verfolgung. Zudem holte die Männer-Staffel Silber.

Wer hat jetzt Medaillenchancen im deutschen Team?

Realistische Chancen hat bei den Damen nur Denise Herrmann. Die 31-Jährige gewann das Einzelrennen von Pokljuka und war Zweite im Sprint von Ruhpolding. Wenn sie am Schießstand gut durchkommt, kann sie die Podestplätze angreifen. Bei den Männern sind Benedikt Doll und Arnd Peiffer für Medaillen gut. Johannes Kühn, Philipp Nawrath und Philipp Horn könnten für Überraschungen sorgen.

Wie sieht es sonst beim deutschen Team aus?

Die immer wieder mal kränkelnde Franziska Preuß müsste läuferisch enorm zulegen, um wieder die Top drei angreifen zu können. In Topform kann sie das auf jeden Fall schaffen. Vanessa Hinz ist für die Top Ten gut. Für Janina Hettich und Karolin Horchler geht es bei ihrer WM-Premiere um solide Leistungen. Bei den Männern ist Routinier Erik Lesser wie Hettich und Horchler auch ohne erfüllte WM-Norm dabei.

Was ist mit Simon Schempp und Franziska Hildebrand?

Simon Schempp holte in Südtirol fünf seiner zwölf Weltcupsiege, gilt als Antholz-Spezialist. Doch die langjährige deutsche Nummer eins ist nicht dabei. Der 31-Jährige durchlebt eine schwierige Saison, kam überhaupt nicht in Form. Die 32-jährige Hildebrand ist völlig außer Form und schaffte die WM-Norm nicht.

Wer sind die Favoriten bei dieser Weltmeisterschaft?

Bei den Männern gehen alle WM-Titel über den Norweger Johannes Thingnes Bö. Der 26-Jährige, der 2019 mit 16 Siegen den Gesamtweltcup holte, gewann bisher sechsmal. Er dürfte sich mit dem fünfmaligen Saisonsieger Martin Fourcade aus Frankreich große Kämpfe liefern. Bei den Frauen ist es ausgeglichener: Die sechsmalige Saisonsiegerin Tiril Eckhoff aus Norwegen, ihre Teamkollegin Marte Olsbu Röiseland, Italiens Star Dorothea Wierer und Hanna Öberg aus Schweden gehören zu den Favoritinnen.

Wer sind die erfolgreichsten Skijäger bei einer WM?

Laura Dahlmeiers Bestmarke von 2017 in Hochfilzen mit fünfmal Gold und einmal Silber ist nur schwer zu knacken – wenn dann von Johannes Thingnes Bö. Nur die Norwegerin Tora Berger holte bisher bei einer WM auch in allen sechs Rennen Edelmetall (4 Gold/2 Silber). 

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