Sport

Doping Wada gerät von der Basis unter Reformdruck

Athleten ins Zentrum

Archivartikel

Frankfurt.Die Athletenvertretungen und Nationale Anti-Doping-Agenturen aus 14 Ländern mahnen gemeinsam umfangreiche strukturelle Veränderungen der Weltagentur Wada an. „Die wichtigsten Interessenvertreter der Wada schließen sich zusammen, um erneut substanzielle Veränderungen und eine weitreichende Reform zu fordern“, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. Bekräftigt wird darin „die Notwendigkeit, die Menschenrechte zu stärken und Interessenkonflikte im Anti-Doping-System zu eliminieren“. Der Appell richtet sich an den Gründungsausschuss der Wada, der bis zum Donnerstag tagt.

„Wir alle wollen eine Wada, die ihrem Mandat für den sauberen Sport unabhängig nachkommt und die Athletenschaft in das Zentrum ihrer Entscheidungen rückt“, sagte Maximilian Klein, Beauftragter für internationale Sportpolitik bei Athleten Deutschland. „Es ist daher nur folgerichtig, dass wir den Schulterschluss mit all jenen suchen, die sich auch seit Jahren für naheliegende, aber dennoch weitreichende Reformen der Wada einsetzen.“

Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Wada sei für Athleten wie für Zusammenschluss von Nationalen Anti-Doping-Agenturen (Nados) „von elementarer Bedeutung“, meinte die deutsche Nada-Vorsitzende Andrea Gotzmann. Deshalb müssten die Erfahrungen der Nados und der Athleten in allen Wada-Gremien ausreichend Berücksichtigung finden.

Die Athleten würden sich allen Anti-Doping-Tests stellen und die Nationalen Anti-Doping-Organisationen führten die allermeisten dieser Tests durch, hieß es in der Erklärung. Allerdings seien beide Gruppen weder in den Führungsstrukturen der Wada noch bei deren Überarbeitung angemessen vertreten. „Obwohl die Wada sagt, dass ihre Priorität darin besteht, die Athleten einzubeziehen und zu bestärken, räumt die Agentur ihnen nicht den Platz ein, der ihnen zusteht“, hieß es weiter. 

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