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Motorsport DTM-Chef Berger will Serie am Leben erhalten

Aufgabe keine Option

Archivartikel

Wörgl/Ingolstadt.In der schweren DTM-Krise denkt Gerhard Berger nicht ans Aufgeben. „Momentan stellt sich diese Frage für mich nicht“, sagte der 60 Jahre alte Boss des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) auf die Frage, ob er überlegt habe, seine schwere Aufgabe jemand anderem zu überlassen. Nach der überraschenden Ausstiegsankündigung von Audi zum Jahresende bleibt als Hersteller für 2021 derzeit nur BMW.

Der frühere Formel-1-Pilot Berger ist seit 2017 Chef der Serie. Auf die Frage, ob er momentan seine schwerste Zeit in der DTM erlebe, antwortete er: „Die Unterscheidung zwischen einer schweren oder leichten Zeit habe ich im Laufe meines Sport- und Geschäftslebens so nie getroffen. Es gibt immer Hürden, das ist das Leben. Und wie groß die momentane Hürde sein wird, werden wir jetzt gemeinsam mit den Partnern klären.“Berger glaubt fest an eine Zukunft der DTM. „Die Millionen von Fans, die hinter der Plattform stehen“ würden ihn zuversichtlich stimmen, die Rennserie wieder flott zu bekommen.

Audi wehrt sich gegen Vorwürfe

Audi-Motorsportchef Dieter Gass hat die Kritik nach dem angekündigten Ausstieg der Volkswagentochter zurückgewiesen. „Uns vorzuhalten, dass wir der Totengräber der DTM seien, finde ich ziemlich unfair. Wenn Audi nicht gewesen wäre, wäre die DTM schon viel früher beendet worden“, sagte Gass „Motorsport-Magazin.com“ im Interview.

Der 57-Jährige hatte einen schleichenden Tod der Rennserie schon nach dem Ausstieg von Mercedes nach der Saison 2018 befürchtet. Es sei klar gewesen, dass die DTM mit nur zwei Herstellern nicht funktionieren würde. Den zwischenzeitlichen Einstieg von Aston Martin in der vergangenen Saison bezeichnet er als „Lückenfüller“. Gass hofft noch auf einige Rennen in der DTM-Saison, die am 12. Juli auf dem Norisring ohne Zuschauer beginnen soll. „Wenn es 2020 die Rennserie DTM gibt, wollen wir auf alle Fälle dieses Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss bringen. Wenn möglich mit der Titelverteidigung, das ist unser Ziel“, meinte Gass. 

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