Sport

Triathlon Kevin Antoni besteht erstes Ironman-Rennen / 1100 Höhenmeter mit dem Rad überwunden

Aufgerappelt nach dem Sturz

Zwei Wochen nach seinem Start bei der Challenge Heilbronn reiste der Tauberbischofsheimer Kevin Antoni (ETSV Lauda) an den Zürichsee in die Schweiz, um dort am bekannten Ironman 70.3 Switzerland in Rapperswil-Jona teilzunehmen.

Der Triathlon in der Innenstadt von Heilbronn war geprägt vom kalten, nicht einmal 15 Grad warmen Neckar, einem anspruchsvollen Radfahren in der hügeligen Umgebung und drei Laufrunden vor tau-senden anfeuernden Zuschauer. Da in diesem Jahr die Deutschen Meistertitel für die Profis und die Altersklassen vergeben wurden, war die Konkurrenz besonders stark. Nachdem Kevin Antoni die 1,9 Kilometer Schwimmen in der Spitzengruppe der Altersklasseathleten beendet hatte, ging es auf die 84 Kilometer Radrunde und den abschließenden Halbmarathon durch die Innenstadt von Heilbronn. Trotz anfänglichen Krämpfen beim Laufen kämpfte er sich bis ins Ziel und finishte in 4:32:16 Stunden auf einem guten 14. Platz in der Wertung Deutsche Meisterschaften AK2.

Der international besetzte Ironman 70.3 Switzerland Rapperswil-Jona lockte über 2700 Triathleten aus 62 Ländern an den Zürichsee. Es war ein hochkarätiges Profistarterfeld, unter anderem die mehrmalige Ironman sowie Ironman 70.3 Weltmeisterin Daniela Ryf, die ihrer Favoritenrolle gerecht wurde und überlegen gewann. Bei den Männern sicherte sich der Deutsche Andi Böcherer den Sieg.

Premierennervosität

Für den 26-jährigen Kevin Antoni war es das erste Ironman-Rennen. Entsprechend beeindruckend war auch das gesamte „Drumherum“ am Zürichsee. Trotz leichter Premierennervosität zahlte sich das gute Schwimmtraining im Winter wieder einmal aus. Mit einer sehr guten Schwimmleistung kam Antoni als Dritter nach den 1,9 Kilometer mit einer Zeit von 26:44 Minuten aus dem Wasser und wechselte auf die Radstrecke. Hier mussten zwei Runden mit knackigen Anstiegen und insgesamt 1100 Höhenmetern bewältigt werden. Die erste Radrunde verlief hervorragend. Dann jedoch:

Während einer steilen Abfahrt, auf einem schmalen Nebenweg, stürzte Kevin Antoni beim Überholen etlicher langsamerer Fahrer. Mit tiefen Schürfwunden an Oberschenkel und Arm raffte er sich aber wieder auf und beendete das 90 Kilometer lange Radfahren mit klappernder Schaltung und einem noch guten 37,1 km/h-Schnitt.

Der abschließende 21,1 km Lauf bei nunmehr über 30 Grad forderte von den Athleten alles. Nach einem soliden Beginn konnte Kevin Antoni sein Laufvermögen nicht mehr über die komplette Halbmarathonstrecke abrufen und musste in der zweiten Runde das Tempo herausnehmen. Mit seinem 23. Platz (AK2) – 114. Platz inklusive der Profis – war Kevin Antoni aber sehr zufrieden. Die Zielzeit betrug 4:33:57 Stunden. tho