Sport

Sportjugend Organisationen diskutieren in Würzburg über Engagementförderung und Freiwilligendienstleistende

Austausch wichtig in der Jugendarbeit

Was brauchen Freiwilligendienstleistende im Sport? Wie gelingt Engagementförderung? Tut der Sport genug im Kampf gegen sexualisierte Gewalt? Ist eSport nun Sport? Dies sind einige der Fragen, die bei der Tagung der Landessportjugenden sowie bei der Konferenz der Jugendorganisationen der Spitzenverbände und Verbände mit besonderen Aufgaben im Januar 2019 in Würzburg intensiv diskutiert wurden.

Die Konferenz der Landessportjugenden in Würzburg wählte den Vorsitzenden der Hamburger Sportjugend, Julian Kulawik, zu ihrem Sprecher; als stellvertretende Sprecherin wurde Juliane Kuhlmann, die Vorsitzende der Sportjugend Hessen gewählt. Es wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit dem Format der Konferenz und der Sprecher befasst. Das Ergebnis soll bis zum Hauptausschuss der Deutschen Sportjugend (dsj) im Oktober 2019 als Vorschlag vorliegen.

Diskus für Luise Pusch

Die Bayerische Sportjugend richtete die Konferenz aus und bot auch eine interkulturelle Stadtführung durch Würzburg an. Ein weiterer Programmpunkt war der Austausch mit den Teilnehmenden des jüngsten dsj academy camps bei den Olympischen Jugendspielen 2018 in Buenos Aires, die sich zeitgleich zu ihrer Nachbereitung in Würzburg trafen. Diskussionspunkte waren der Teilnahmebeitrag, die Gruppengröße und das Format mit Vor- und Nachbereitungstreffen sowie die positiven Auswirkungen auf das Engagement der einzelnen Teilnehmer.

Die Interessensvertretung gegenüber der Politik und die Beteiligungsmöglichkeit von jungen Menschen sowie die juleica (Jugendleiter/in Card) wurden diskutiert. Im Rahmen der Veranstaltung verlieh der dsj-Vorsitzende Jan Holze die höchste Auszeichnung der dsj, den Diskus, an Luise Pusch, die langjährige Vorsitzende der Bezirksjugendleitung Oberfranken.

Jan Holze sagte: „Die Konferenzen haben wieder gezeigt, wie wichtig der Austausch der einzelnen Säulen, Landessportjugenden sowie Jugendorganisationen der Spitzenverbände und Verbände mit besonderen Aufgaben untereinander auch außerhalb der großen Gremientagungen ist.“

Bereits am Wochenende zuvor hatten sich die Jugendleitungen der Spitzenverbände und Verbände mit besonderen Aufgaben im DJK-Sportzentrum in Münster getroffen. Dort präsentierte dsj-Vorstandsmitglied Stefan Raid den aktuellen Stand der Umsetzung der Rahmenkonzeption „Förderung jungen Engagements“.

Die dsj konnte einen erheblichen Mittelaufwuchs durch das Bundesministerium für Senioren, Frauen und Jugend verzeichnen, der gezielt zur Engagementförderung eingesetzt wird. Jan Holze äußerte sich zufrieden darüber, wie intensiv das Thema bei den Mitgliedsorganisationen verankert ist. Er sagte: „Engagementförderung war, ist und bleibt eine Kernaufgabe der Sportjugend. Die dsj wird weiter nach Wegen suchen, dies nach Kräften zu unterstützen.“ Die Konferenz begrüßte die verstärkte Förderung des Freiwilligen Sozialen Jahrs durch Bundesjugendministerin Franziska Giffey. Zur Entwicklung der Freiwilligendienste wurde ein gemeinsames Papier verabschiedet. Bei beiden Veranstaltungen berichtete Jan Holze über die Arbeit im dsj-Vorstand und den Entwurf des Arbeitsprogramms für die aktuelle Wahlperiode.

Der Gastgeber der Konferenz in Münster, der Bundesjugendleiter der DJK-Sportjugend, Simon Winter, lud die Vertreter zur Festveranstaltung des 100-Jahr-Jubiläums der DJK-Sportjugend am 16. Mai 2020 nach Würzburg ein.