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Fußball Ex-Nationalspieler heute mit Stuttgart gegen Bayern

Badstuber im Tief – Stammplatz fraglich

Archivartikel

Stuttgart.Gegentor-Frust statt Champions-League-Lust, Kritik statt guter Noten – und der Stammplatz ist auch in Gefahr: Die Saison 2018/2019 läuft bislang überhaupt nicht nach dem Geschmack von Holger Badstuber. Noch vor drei Monaten rechnete der 29-Jährige mit einem Abschied vom VfB Stuttgart und einem Transfer, der ihm weitere Einsätze in der Königsklasse des Fußballs ermöglicht. Doch inzwischen hat der Verteidiger einen Dreijahresvertrag beim VfB unterschrieben und steckt mitten drin im frustrierenden Saisonstart des Traditionsvereins. „Es läuft noch nicht rund“, gab er zu.

Nach dem Aus im DFB-Pokal in Rostock und der 0:1-Bundesliga-Auftaktpleite in Mainz geht es heute (18.30 Uhr/Sky) gegen den FC Bayern. So ganz sicher sind sich die Anhänger wohl selbst nicht, was sie von Badstuber gerade halten sollen. Einerseits ist er der Mann, der die Defensive der Schwaben in der vergangenen Saison stabilisiert hat. Der mit klugen Pässen und knackigen Zweikämpfen großen Anteil an Rang zwei in der Rückrundentabelle hatte.

Weit weg von der Top-Form

Andererseits ist er nach zwei Pflichtspielen auch der Typ, der eigentlich weg wollte und die Niederlagen in Rostock und Mainz mit schweren Fehlern maßgeblich begünstigt hat. Und ausgerechnet vor dem Südschlager gegen seinen Ausbildungs- und Herzensclub FC Bayern München ist der Profi ganz weit weg von einer guten Form.

Und dann fällt er auch noch vor allem damit auf, seine Kollegen auf dem Platz oft lautstark und gestenreich zurecht zu weisen. „Was heißt negativ? Ich bin einer, der den Mund aufmacht. Ich bin dann auch enttäuscht, weil wir die Dinger nicht machen. Ich weiß auch, wie das Spiel funktioniert“, sagte Badstuber in Mainz, als er auf seine Körpersprache angesprochen wurde. „Das ist nicht meine Absicht, runterzuziehen. Aber ich muss darauf aufmerksam machen. So ein Spiel gewinnst du nicht durch Schönspielerei“, rechtfertigte er sich.

Ob der 31-malige Nationalspieler gegen München einen Startelfeinsatz bekommt, ist offen. Trainer Tayfun Korkut sagte: „Wir haben vier sehr gute Innenverteidiger. Das, was ich in der Woche gespürt habe, ist, dass alle vier spielen wollen.“ Weltmeister Benjamin Pavard scheint nach seinem guten Spiel in Mainz gesetzt, Timo Baumgartl drängt ebenso wie Neuzugang Marc Oliver Kempf auf seinen Einsatz. Der Stammplatz für Badstuber ist nicht mehr gesichert – schon gar nicht nach den beiden unglücklichen Auftritten in Rostock und Mainz. dpa