Sport

Motorsport DTM-Chef hofft auf Ferrari oder Lamborghini

Berger auf Werbetour

Archivartikel

Hockenheim.Zeit ist im Sport eine Maßeinheit und ein extrem hoch gehandeltes Gut. Die Verantwortlichen in der DTM kämpfen gerade gegen die Uhr, da Mercedes Ende der Saison sein Engagement im Tourenwagen Masters beendet. DTM-Boss Gerhard Berger sucht fieberhaft nach einem Ersatz, zumal die verbleibenden Hersteller Audi und BMW im Sommer Bescheid wissen wollen, wie es weitergeht. Würde keine dritte Marke gefunden werden, müssten die beiden Autobauer das Feld mit weiteren Boliden auffüllen – höhere Kosten wären die Folge. Dennoch würde die Attraktivität der kriselnden Serie leiden. Berger will dies unter allen Umständen verhindern. Mit dem Nachtrennen im italienischen Misano (20 Kilometer südlich von Rimini) will der ehemalige Formel-1-Fahrer (Ferrari) neue Zuschauer generieren, die DTM im Ausland bekannter machen und so einen weiteren Hersteller dazu bewegen, sich zu engagieren.

„Wir müssen die DTM in Italien neu beleben. Dieser Prozess der Internationalisierung geht nicht über Nacht. Wir müssen mit kleinen Brötchen beginnen, damit die DTM neuen Stellenwert gewinnt.“ Ein langfristiger Vertrag mit Misano wurde – wohlwissend – nicht geschlossen. „Wir schauen uns das dieses Jahr an“, Berger. Der 58-Jährige setzt konkrete Hoffnungen auf zwei Traditionsmarken: „Ferrari und Lamborghini sind um die Ecke, aber wir müssen erstmal in Italien aufschlagen, dann werden wir jede Chance ergreifen.“ jako