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Fußball Lucien Favre als neuer Borussen-Trainer vorgestellt

Bewegung beim BVB

Archivartikel

Dortmund.Wohl schien sich Lucien Favre (Bild) im Blitzlichtgewitter der Fotografen nicht zu fühlen. Nur mit Mühe rang sich der neue Dortmunder Coach ein Lächeln ab. Großer Rummel war dem 60 Jahre alten Schweizer schon immer suspekt. Geduldig, aber wortkarg beantwortete er die Fragen. Das konnte seine Vorfreude jedoch nicht schmälern: „Es ist eine große Herausforderung. Wenn der BVB kommt, kann man das als Trainer nicht ablehnen.“

Die Sehnsucht nach der Spielkultur und Schlagkraft vergangener Tage ist in Dortmund groß. „Das wirklich Hervorstechende ist, dass er bei früheren Stationen immer das Potenzial, das vorhanden war, voll ausgeschöpft hat“, lobte Hans-Joachim Watzke gestern. Gleichwohl riet der BVB-Geschäftsführer allen Beteiligten, die Arbeit des neuen Trainers mit Geduld zu begleiten: „Wir haben keine Titelträume, sind aber ambitioniert.“ Sportdirektor Michael Zorc hält große Stücke auf Favre: „Seine Mannschaften hatten immer eine sehr gute Balance zwischen Defensive und Offensive.“

Bisher wurden fünf Neuzugänge bestätigt, unter anderem Thomas Delaney (Werder Bremen) und Marius Wolf (Eintracht Frankfurt). Da in Sokratis (FC Arsenal) und Gonzalo Castro (VfB Stuttgart) erst zwei Abgänge feststehen, ist der Kader mit 30 Spielern zu groß. „Es wird noch Bewegung in beide Richtungen geben“, kündigte Favre an. dpa