Sport

Doping Affäre könnte auch die WM in Schweden treffen

Biathleten besorgt

Archivartikel

Östersund/Innsbruck.Die Ausläufer der Dopingaffäre um einen Erfurter Sportarzt lassen auch die Biathleten vor dem Start der WM in Östersund nicht kalt. Hartnäckig halten sich Gerüchte um mögliche Razzien in Schweden, ähnlich wie zuletzt bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld. „Wenn hier etwas passiert, kann ich nur sagen, dass es gut ist, wenn verbotene Dinge ans Licht kommen“, sagte Olle Dahlin, Präsident des Biathlon-Weltverbands IBU, vor Beginn der Wettbewerbe am Donnerstag. Kenntnis von geplanten Maßnahmen der Dopingjäger habe er aber nicht.

Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer attackierte die bei der jüngsten „Operation Aderlass“ aufgeflogenen Dopingsünder scharf. „Das sind für mich Idioten, die unseren ganzen Sport in Verruf bringen“, sagte der 31-Jährige. Vor allem, dass erneut österreichische Sportler in die Dopingaffäre verwickelt sind, habe ihn erschüttert. „Da denke ich mir, die müssen auch langsam mal gelernt haben. Nach Turin 2006, Johannes Dürr 2014 und Harald Wurm 2016 nun das. Da frage ich mich, was da los ist“, sagte Peiffer.

Auch die Skijäger hatten immer wieder mit Doping zu kämpfen. Der österreichische Biathlet Simon Eder räumte ein, dass ihm in der Vergangenheit verbotene Doping-Substanzen angeboten worden seien. „Ich bin mit der Sache sofort zum BKA, auch die Polizei und der ÖSV wurden informiert. Ich wurde als Zeuge geladen und habe ausgesagt“, sagte der 36-Jährige. Der Auslöser der aktuellen Ermittlungen, der Ski-Langläufer Johannes Dürr, soll nach Angaben der Innsbrucker Staatsanwaltschaft bis zuletzt Eigenblutdoping betrieben haben. Dies habe der Österreicher zugegeben. dpa