Sport

Judo Deutsche Einzelmeisterschaft der Ü30 mit Martin Sprecakovic und Torsten Zettelmeier vom TSV Tauberbischofsheim

Das Podest nur knapp verpasst

Archivartikel

Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in Wiesbaden lieferten sich in der Altersklasse Ü30 mehr als 400 Sportlerinnen und Sportler spannende Kämpfe. Seit 2005 richtet der Deutsche Judo-Bund diese nationalen Titelkämpfe aus für ehemalige aktive Athleten. So finden sich auch ehemalige Deutsche Meister, Europameister und sogar Weltmeister unter den Kämpferinnen und Kämpfer.

Bei den Judokas über 30 Jahre wird neben den Gewichtsklassen jeweils mit fünf Jahrgängen gestaffelt eine Wettkampfklasse gebildet.

Von der Judoabteilung des TSV Tauberbischofsheim waren dabei Torsten Zettelmeier in der Altersklasse M2 (35 bis 39 Jahre) und Martin Sprecakovic in der Altersklasse M3 (40 bis 44 Jahre). Beide hatten sich in den vergangenen drei Monaten sehr intensiv auf diese Meisterschaft vorbereitet mit mindestens drei Trainingseinheiten pro Woche und vielen Randoris (Übungskämpfe).

Den Anfang machte zunächst Torsten Zettelmeier in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm. Gleich den ersten Durchgang gegen Hubert Arman aus Württemberg gewann der TSV’ler souverän durch eine Wurftechnik. Im zweiten Kampf traf er dann auf Axel Limburg aus Nordrhein-Westfalen. Diesen Kampf musste er kurz vor Ende der Kampfzeit durch einen Konterwurf abgeben. Sein Gegner wurde am Ende Deutscher Vizemeister. In der darauffolgenden Trostrunde zeigte Zettelmeier wieder sein ganzes Können und erreichte das „kleine Finale“. In diesem Kampf um die Bronzemedaille traf er dann auf Steffen Mankiewiecs aus Berlin. Zunächst war dieser Durchgang sehr ausgeglichen, aber ein kleiner Konzentrationsfehler vom TSV-Danträger führte am Ende zur Niederlage. Damit hatte Torsten Zettelmeier „nur“ den undankbaren fünften Platz bei dieser Meisterschaft erreicht.

Martin Sprecakovic hatte in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm praktisch den gleichen Kampfverlauf wie sein Vereinskamerad. Erst Sieg, danach Niederlage, und über die Trostrunde hat er sich ebenfalls bis ins kleine Finale durchgekämpft. Hier erlitt er nochmals eine Niederlage gegen Reza Mohammad Salmanfar aus Sachsen-Anhalt. Somit blieb für ihn ebenfalls „nur“ der fünfte Rang.

Mit diesen Platzierungen haben die sogenannten „Alten Hasen“ aufgezeigt, dass man noch nichts verlernt hat und auch als Breitensportler auf nationaler Ebene mithalten kann. jotef