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Interview Peter Hofmann blickt zufrieden auf die vergangenen Tage zurück und sieht die Veranstaltung für die Zukunft gut aufgestellt

„Das war mit das beste Turnier, das wir je hatten“

Mannheim.Das 56. Maimarkt-Reitturnier ist seit Dienstag Geschichte. Wir sprachen mit dem Macher Peter Hofmann über die Höhepunkte, die Neuerungen und die Aussichten für 2020.

Herr Hofmann, was waren die sportlichen Höhepunkte?

Peter Hofmann: Auf jeden Fall der Sonntag mit den Siegen zweier Weltmeisterinnen. Die Dressur-Kür mit Gänsehauteffekt von Isabell Werth und der traumwandlerisch sichere Ritt von Springreit-Weltmeisterin Simone Blum werden in Erinnerung bleiben. Es ist mir aber immer auch eine Freude, dass wir dem Publikum ein hohes Niveau bieten können. Es war mit das beste Turnier, das wir je hatten.

Was hat Ihnen persönlich besonders gefallen?

Hofmann: Die sehr guten Ergebnisse unserer eigenen Starter, zu denen ich auch die von der RG Neckarau zähle. Die Top-Ergebnisse der Volckmann-Schwestern, dazu die Siege von Anica Fröhling, Mary-Ann Fuchs und Lisa-Marie Winkenbach sind eine tolle Geschichte für uns als Veranstalter.

Wie haben sich die Neuerungen bewährt, die den Reiternachwuchs betreffen?

Hofmann: Die Amateur-Dressur ist nur positiv aufgenommen worden. Bundestrainerin Monica Theodorescu, die dafür gesorgt hat, dass wir den Piaff-Förderpreis bekommen haben, war sehr zufrieden. Es ist so wichtig, dass wir jungen Leuten eine Championats-Atmosphäre bieten können. Auch die Young Riders Academy war eine tolle Sache, denn wir konnten für die Kandidaten zwei eigene Prüfungen ausschreiben.

Wie wurde das Rekord-Meldeergebnis gemeistert?

Hofmann: Wir haben die riesige Nennungsliste gut bewältigt. Die Parkplatzsituation für 250 Trucks war allerdings brisant, aber mein Sohn Paul hat einen exakten Plan erstellt und war auch bei der Aufstellung immer dabei. Eine Erweiterung ist leider nicht möglich. Ich bin froh, dass wir von der Ausstellungsgesellschaft wenigstens noch 50 PKW-Plätze auf einem freien Raum auf Fertighausgelände erhalten haben.

Wie ist der Ausblick für das Olympia-Jahr 2020?

Hofmann: Wir werden wieder eine Qualifikation für Tokio haben, ansonsten planen wir ein ganz ähnliches Programm wie diesmal. Das ist jetzt so richtig rund, es deckt Springen, Dressur, Profis, Amateure und Nachwuchs hervorragend ab.

Sie sind ja auch im Vorstand der Reiterlichen Vereinigung FN und dort unter anderem für das Springen zuständig. Geht der Ausverkauf der guten Pferde weiter?

Hofmann: Leider ja. Erschwerend ist, dass Pferde, die bei Olympia starten, schon zu Jahresbeginn im Besitz einer Person aus dem Land sein müssen, für das sie geritten werden. Das treibt die Verkaufszahlen in die Höhe. Aber glücklicherweise gehört die Stute Alice unserer Weltmeisterin Simone Blum und wird sicher nicht verkauft.

Sie meistern das Turnier hauptsächlich mit eigenen Kräften aus dem Reiter-Verein Mannheim. Wie kommt bei Ihnen das allseitige Lob an, etwas ganz Besonderes auf die Beine zu stellen?

Hofmann: Das freut mich riesig, denn ich selbst halte alles, was wir machen, für selbstverständlich. Aber ich bin meinen rund 100 Helfern sehr dankbar und sehr stolz auf sie.

Das Interview wurde mit Peter Hofmann persönlich geführt, er verzichtete auf eine Autorisierung.

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