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Radsport Emanuel Buchmann beendet Tour als Vierter

Das Ziel übererfüllt

Archivartikel

Paris.Nach langen Monaten voller Entbehrungen freute sich Emanuel Buchmann auf die Belohnung für eine furiose Tour de France. Ein Gläschen Sekt auf dem 2365 Meter hohen Gipfel in Val Thorens, „eine richtige Feier“ beim großen Finale in Paris: Nachdem er das letzte Hindernis auf dem Weg zum vierten Gesamtrang beim größten und wichtigsten Radrennen der Welt gemeistert hatte, ließ es sich der 26 Jahre alte Radprofi einfach mal gut gehen. „Es ist absolut geil. Wenn mir das einer gesagt hätte, wäre ich da mehr als zufrieden gewesen. Das ist ein super Gefühl“, sagte Buchmann, der nach geschaffter Alpen-Qual und über 3300 Kilometern in den Beinen seine Freundin im Ziel herzte.

Die beste deutsche Platzierung seit Andreas Klöden 2006 (Zweiter) machte den Ravensburger mächtig stolz. Sein ursprünglich formuliertes Ziel Top 10 erfüllte er mit Leichtigkeit, stattdessen kämpfte Buchmann sogar bis zum letzten Anstieg um Rang drei. „Ich bin absolut zufrieden. Das ist mit Abstand das beste Ergebnis, was ich jemals eingefahren habe“, sagte Buchmann.

Der Profi vom oberbayerischen Bora-hansgrohe-Team konnte sein Glück zunächst nicht fassen. „Das muss ich erstmal sacken lassen“, befand er. Enttäuschung ob des gerade einmal um 25 Sekunden verpassten Podiumsplatzes verspürte er nicht, wie er wiederholt versicherte. Der Sportliche Leiter Enrico Poitschke lobte: „Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht in einem einzelnen Puzzleteil. Es ist das Ergebnis von harter Arbeit über die letzten Jahre.“ Nach der extrem unschön zu Ende gegangenen Ära des ehemaligen Tour-Siegers Jan Ullrich hat Deutschland wieder einen Rundfahrer von Weltklasse-Format. dpa

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