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Handball Nationalspieler Knorr schwer an Covid19 erkrankt

Der nächste Patient

Archivartikel

Frankfurt.Die Corona-Welle hat die deutschen Handball-Nationalspieler heftiger erfasst als befürchtet und bringt die Bundesliga in immer größere Terminnöte. Nach Torhüter Johannes Bitter und Rückraumspieler Marian Michalczik wurden am Donnerstag auch DHB-Debütant Juri Knorr vom Bundesligisten GWD Minden und Melsungens Abwehrchef Finn Lemke positiv getestet.

Rekordmeister THW Kiel rät deshalb dazu, die Teilnahme der deutschen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft im Januar nächsten Jahres zu überdenken. „Langsam kommt der Zeitpunkt, das Fass WM wieder aufzumachen“, sagte Geschäftsführer Viktor Szilagyi.

Beim Deutschen Handballbund stand zunächst die Sorge um die Gesundheit der Spieler an erster Stelle. „Wir wünschen allen Infizierten, dass sie die Erkrankung möglichst komplikationsfrei überstehen. Das ist ohne Wenn und Aber das Wichtigste“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer. Bei Youngster Juri Knorr ist dieser Wunsch jedoch nicht in Erfüllung gegangen. „Es zeigen sich bereits heute schwere Symptome. Wir wünschen ihm an dieser Stelle natürlich alles Gute und schnelle Besserung“, berichtete Mindens Geschäftsführer Frank von Behren.

Die gesamte Bundesligamannschaft der Ostwestfalen um Trainer Frank Carstens musste sich nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt umgehend in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Das am Abend geplante Bundesliga-Heimspiel der Mindener gegen den Bergischen HC wurde von der HBL kurzfristig abgesagt. Die nächsten GWD-Partien in Coburg am Sonntag und gegen die Rhein-Neckar Löwen am 21. November drohen ebenfalls auszufallen.

Auch das Topspiel des kommenden Spieltages zwischen Melsungen und Magdeburg, das am Samstag live in der ARD übertragen werden sollte, muss verlegt werden. Am Donnerstagabend bestätigte sich der Corona-Verdacht bei Nationalspieler Lemke. Die gesamte Mannschaft hatte sich bereits zuvor vorsorglich in eine freiwillige häusliche Quarantäne begeben und muss dort nun für 14 Tage verharren. 

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