Sport

American Football 39:20-Erfolg bei den Ingolstadt Dukes beschert den Unicorns die Meisterschaft und damit das Heimrecht in den Playoffs

Der siebte Süd-Titel in Folge für Schwäbisch Hall

Die Schwäbisch Hall Unicorns sind erneut Meister der German Football League (GFL) Süd. Mit einem klaren 39:20-Erfolg bei den Ingolstadt Dukes holten sie sich am Samstag zum achten Mal in der Vereinsgeschichte und zum siebten Mal in Folge den Titel im Süden.

Die Vorzeichen vor dem Spiel waren für die gastgebenden Ingolstadt Dukes nicht gut. Man beklagt bei den Bayern derzeit eine lange Verletztenliste, auf der am vorigen Mittwoch auch noch Quarterback Rick Webster eingetragen werden musste. Die Ärzte erteilten ihm wegen Knieproblemen ein Spielverbot, wahrscheinlich bis zum Saisonende.

Für Webster sprang am Samstag Keith Hilson als Spielmacher ein, und er führte den Dukes-Angriff anfangs auch recht erfolgreich über den Platz. Weil der wurfstarke Webster fehlte, verlegten sich die Gastgeber mehr auf das Laufspiel und kamen damit früh per Fieldgoal zur 3:0-Führung. Hall antwortete darauf zwar mit einem Touchdown von Maurice Schüle zum 3:6, die Unicorns brauchten aber das ganze erste Viertel, um in ihren Rhythmus zu finden und Ingolstadt nachhaltig zu stoppen.

Mit Start des zweiten Viertels gelang den Dukes mit einem weiteren Fieldgoal noch der Ausgleich zum 6:6, danach dominierten aber die Titelverteidiger das Geschehen auf dem Platz. Im Eiltempo schraubten die Schützlinge von Head Coach Jordan Neuman das Ergebnis hoch. Insgesamt drei Touchdown-Pässe von Marco Ehrenfried auf Nate Robitaille, ein weiterer auf Tyler Rutenbeck sowie ein Fieldgoal und drei Extrapunkte von Tim Stadelmayr sorgten für die klare 36:6-Führung der Haller zur Halbzeit.

Vom Gas gegangen

Von der Ingolstädter Offense war hingegen im zweiten Spielabschnitt Dank einer aufmerksamen Unicorns-Defense kaum noch etwas zu sehen. Das sollte auch nach der Pause zunächst so bleiben, obwohl die Unicorns in der zweiten Hälfte deutlich vom Gas gingen. Mehr und mehr Backup-Spieler wurden auf das Feld geschickt, um den spätestens nach dem punktlosen dritten Viertel schon fast sicheren Sieg zu verwalten und über die Zeit zu bringen.

Im letzten Viertel drehten die Dukes dann aber noch mal auf und kamen gegen die Zweitbesetzung der Unicorns auch noch zu Punkten. Zwei Ingolstädter Touchdowns wurden von Hall nur mit einem weiteren Stadelmayr-Fieldgoal beantwortet.

Am Ende reichte den Unicorns in Ingolstadt eine zweite Hälfte im Schongang, um sich mit einem 39:20-Erfolg zum achten Mal den Titel in der GFL-Süd zu sichern. Erstmals gelang das den Hallern 2009, und seit der Saison 2011 kommt der Meister im Süden in jedem Jahr aus Schwäbisch Hall.

Mit dem erneuten Gewinn der Südmeisterschaft sichern sich die TSG-Footballer auch wieder das Heimrecht in den Playoffs. Das Viertelfinale wird am 16. September (17 Uhr) im "Optima-Sportpark" stattfinden. Zu Gast wird der Viertplatzierte aus der GFL-Nord sein. So, wie sich die Tabelle im Norden derzeit gestaltet, kann man wohl mit den Berlin Rebels oder den Cologne Crocodiles als Gegner rechnen. Qualifizieren sich die Unicorns in diesem Spiel für das Halbfinale, dann laden sie dazu eine Woche später am 23. September erneut in den "Optima-Sportpark" ein.

Punkte für die Unicorns: Maurice Schüle (6), Nathaniel Robitaille (18), Tim Stadelmayr (7), Tyler Rutenbeck (6). axs